Verbund

ASCENT-PSC - Präklinische Entwicklung von neuen Therapieansätzen bei der primär sklerosierenden Cholangitis (PSC): Humane Zellmodelle und Spatial Transcriptomics

Die primär sklerosierende Cholangitis (PSC) ist eine seltene Lebererkrankung, bei der die Gallengänge entzündet sind. In vielen Fällen ist die Erkrankung auch mit einer entzündlichen Darmerkrankung verbunden. Für die PSC-Erkrankung fehlen bisher zugelassene Therapien.

Ziel des transnationalen Verbundes ASCENT-PSC ist es daher, neue Ansatzpunkte für mögliche Therapien zu identifizieren. Dabei werden insbesondere Strategien zur Modulierung des Immunsystems in den Blick genommen.

An der Charité – Universitätsmedizin Berlin werden Lebergewebeproben von PSC-Patientinnen und -Patienten sowie von bestehenden Tiermodellen systematisch untersucht. Hierzu werden molekulare Analysemethoden eingesetzt, um die Aktivität bekannter Gene zu erfassen, sowie mikroskopische Verfahren, die eine gleichzeitige Darstellung mehrerer Zelltypen und Entzündungsmarker ermöglichen. Ergänzend kommen computergestützte Bildauswertungen zum Einsatz. Außerdem wird ein Zellkulturmodell („Gallengang-on-a-Chip“) genutzt, das zentrale Eigenschaften der menschlichen Gallengänge nachbildet und es ermöglicht, therapeutische Signalwege zu testen.

Im Verbund forschen Arbeitsgruppen aus sechs Ländern gemeinsam an der Lösung dieser Fragen. Mit der Fördermaßnahme wird das Ziel verfolgt, ergänzende Expertisen und Ressourcen von einschlägig qualifizierten Arbeitsgruppen aus den teilnehmenden Ländern zusammenzuführen. Durch kooperative Forschungsansätze sollen Fortschritte bei der Therapie Seltener Erkrankungen ermöglicht werden, die allein auf nationaler Ebene nicht zu erreichen wären.

Teilprojekte

Präklinische Entwicklung von neuen Therapieansätzen bei der primär sklerosierenden Cholangitis (PSC): Humane Zellmodelle und Spatial Transcriptomics

Förderkennzeichen: 01GM2606
Gesamte Fördersumme: 283.200 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2029
Projektleitung: Dr. Adrien Guillot
Adresse: Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Charité Mitte, Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Hepatologie und Gastroenterologie
Charitéplatz 1
10117 Berlin

Präklinische Entwicklung von neuen Therapieansätzen bei der primär sklerosierenden Cholangitis (PSC): Humane Zellmodelle und Spatial Transcriptomics

Die primär sklerosierende Cholangitis (PSC) ist eine seltene Lebererkrankung, bei der die Gallengänge entzündet sind. In vielen Fällen geht die Erkrankung ebenfalls mit einer entzündlichen Darmerkrankung einher. Für die Erkrankung fehlen bisher zugelassene Therapien. Ziel des Verbundes "ASCENT-PSC" ist es daher, neue Ansatzpunkte für mögliche Therapien zu definieren. Dabei werden insbesondere Strategien zur Modulierung des Immunsystems in den Blick genommen. An der Charité Universitätsmedizin Berlin werden Lebergewebeproben von Patientinnen und Patienten sowie von Tiermodellen der PSC systematisch untersucht. Hierzu werden moderne molekulare Analysemethoden eingesetzt, um die Aktivität bestimmter Gene zu erfassen, sowie spezielle mikroskopische Verfahren, die eine gleichzeitige Darstellung mehrerer Zelltypen und Entzündungsmarker ermöglichen. Ergänzend kommen computergestützte Bildauswertungen zum Einsatz, um Veränderungen im Gewebe präzise und nachvollziehbar darzustellen. Darüber hinaus wird ein innovatives Zellkulturmodell ("Gallengang-on-a-Chip") genutzt. Dieses Modellsystem bildet zentrale Eigenschaften der menschlichen Gallengänge nach und ermöglicht es, potenzielle therapeutische Signalwege zu testen.