Teilprojekt eines Verbundes

Präklinische Entwicklung von neuen Therapieansätzen bei der primär sklerosierenden Cholangitis (PSC): Humane Zellmodelle und Spatial Transcriptomics

Förderkennzeichen: 01GM2606
Fördersumme: 283.200 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2029
Projektleitung: Dr. Adrien Guillot
Adresse: Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Charité Mitte, Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Hepatologie und Gastroenterologie
Charitéplatz 1
10117 Berlin

Die primär sklerosierende Cholangitis (PSC) ist eine seltene Lebererkrankung, bei der die Gallengänge entzündet sind. In vielen Fällen geht die Erkrankung ebenfalls mit einer entzündlichen Darmerkrankung einher. Für die Erkrankung fehlen bisher zugelassene Therapien. Ziel des Verbundes "ASCENT-PSC" ist es daher, neue Ansatzpunkte für mögliche Therapien zu definieren. Dabei werden insbesondere Strategien zur Modulierung des Immunsystems in den Blick genommen. An der Charité Universitätsmedizin Berlin werden Lebergewebeproben von Patientinnen und Patienten sowie von Tiermodellen der PSC systematisch untersucht. Hierzu werden moderne molekulare Analysemethoden eingesetzt, um die Aktivität bestimmter Gene zu erfassen, sowie spezielle mikroskopische Verfahren, die eine gleichzeitige Darstellung mehrerer Zelltypen und Entzündungsmarker ermöglichen. Ergänzend kommen computergestützte Bildauswertungen zum Einsatz, um Veränderungen im Gewebe präzise und nachvollziehbar darzustellen. Darüber hinaus wird ein innovatives Zellkulturmodell ("Gallengang-on-a-Chip") genutzt. Dieses Modellsystem bildet zentrale Eigenschaften der menschlichen Gallengänge nach und ermöglicht es, potenzielle therapeutische Signalwege zu testen.