| Förderkennzeichen: | 01GM2609B |
| Fördersumme: | 328.960 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2029 |
| Projektleitung: | Dr. Dorothee Winterberg |
| Adresse: |
Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin (ITEM) Nikolai-Fuchs-Str. 1 30625 Hannover |
Die idiopathische Lungenfibrose (IPF) ist eine seltene, schwere Lungenerkrankung, bei der das Lungengewebe zunehmend vernarbt. Dadurch wird die Atmung stark eingeschränkt und die Lebenserwartung oft deutlich verkürzt. Da es bislang nur wenige Therapieoptionen gibt, soll in dem geplanten Projekt eine neue Behandlungsform entwickelt werden: eine inhalierbare Variante des Medikaments Aloxistatin, die gezielt in der Lunge wirkt. Im Projekt wird untersucht, ob diese inhalative Form von Aloxistatin die Vernarbung in geeigneten Forschungsmodellen wirksam verringern kann. Außerdem soll besser verstanden werden, wie das Medikament genau wirkt und über welche Mechanismen es die Narbenbildung hemmt. Dabei wird auch analysiert, wie stark Aloxistatin an bestimmte Zielstrukturen in der Lunge bindet und wie dieser Zusammenhang mit seiner Wirksamkeit steht. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bestimmung der optimalen Dosierung, um eine möglichst hohe Wirksamkeit bei guter Verträglichkeit zu erreichen. Darüber hinaus werden Betroffene und weitere Interessengruppen in die Entwicklung einbezogen, um die Therapie praxisnah und patientenorientiert zu gestalten. Die Ergebnisse sollen direkt in die Weiterentwicklung dieser potenziellen neuen Behandlung einfließen. Ziel ist es, die Therapie der IPF wirksamer und sicherer zu machen und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten langfristig zu verbessern. In diesem Vorhaben werden primär Untersuchungen zur präklinischen Wirksamkeit, dem Wirkmechanismus und der Pharmakodynamik bearbeitet.