Verbund

ALIGN - Förderung rechtlicher, innovativer und Governance-Netzwerke für NGTs in Pflanzen

Der techn(olog)ische und methodische Fortschritt der modernen Lebenswissenschaften eröffnet neue Lösungswege für aktuelle und künftige Herausforderungen unserer Gesellschaft. Dies wirft ethische, rechtliche und soziale Fragen auf und fordert teils bestehende Wertvorstellungen heraus. Aufgabe innovationsorientierter Forschungspolitik ist es, derartige zukunftsrelevante Fragen frühzeitig zu identifizieren und zu berücksichtigen sowie die Zusammenarbeit von relevanten Interessengruppen zu stärken.

Der Verbund befasst sich mit den ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Aspekten neuer genomischer Techniken (NGTs) in der Pflanzenzüchtung. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Innovation, Vorsorge und gesellschaftliche Akzeptanz in Einklang gebracht werden können. Beleuchtet werden internationale Regulierungsansätze, ökonomische und rechtliche Fragen wie z. B.: Wie steht es um Patente und Eigentumsrechte an neuem Saatgut? Wie kann dieses zurückverfolgt werden? Welche Geschichten und Ängste beeinflussen die öffentliche Meinung, auch in anderen Ländern? Die Ergebnisse fließen in Handlungsempfehlungen und Leitfäden ein, die Entscheidungsträgern in Politik, Verwaltung und Züchtung evidenzbasierte Orientierung bieten. Über einen Knowledge Hub, Podcasts und Workshops wird ein kontinuierlicher Wissenstransfer gewährleistet.

Damit leistet das Vorhaben einen wichtigen Beitrag zu den Zielen der BMFTR‑Förderrichtlinie zur Förderung von Forschungsprojekten zu ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekten von Zukunftsthemen in den modernen Lebenswissenschaften sowie zur entwicklungsbiologischen Forschung und ihre mögliche Anwendung am Menschen. Ziel der Maßnahme ist es, relevante Fragen, Chancen und Risiken zu Zukunftsthemen fachübergreifend zu analysieren, Diskussionsprozesse wissenschaftlich zu fundieren sowie ethisch-rechtliche Empfehlungen zu deren Handhabung zu erarbeiten.

Teilprojekte

Recht und Koordination

Förderkennzeichen: 01GP2501A
Gesamte Fördersumme: 485.070 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2029
Projektleitung: Prof. Dr. Kai Purnhagen
Adresse: Universität Bayreuth, Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittelrecht, Lehrstuhl Lebensmittelrecht
Universitätsstr. 30
95447 Bayreuth

Recht und Koordination

Das Verbundprojekt ALIGN – Advancing Legal, Innovative, and Governance Networks for NGTs in Plants untersucht die ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Aspekte neuer genomischer Techniken (NGTs) in der Pflanzenzüchtung. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Innovation, Vorsorge und gesellschaftliche Akzeptanz in Einklang gebracht werden können. Dazu verknüpft ALIGN rechtswissenschaftliche, ökonomische, ethische und agrarwissenschaftliche Forschung. Analysiert werden internationale Regulierungsansätze, ökonomische und rechtliche Folgen (Haftung, Eigentum, Koexistenz, Traceability) sowie gesellschaftliche Narrative, die öffentliche Wahrnehmungen prägen. Eine ländervergleichende Diskursstudie ergänzt empirische und normative Analysen. Die Ergebnisse münden in praxisorientierte Governance-Optionen, Leitfäden und Policy-Briefs, die Entscheidungsträgern in Politik, Verwaltung und Züchtung evidenzbasierte Orientierung bieten. Über den ALIGN Knowledge Hub, Podcasts und Workshops wird ein kontinuierlicher Wissenstransfer gewährleistet. So trägt ALIGN zu einer verantwortungsvollen, innovationsfördernden Regulierung von NGTs in der EU bei und unterstützt die Umsetzung des Europäischen Green Deal und der Nationalen Bioökonomiestrategie. Die Universität Bayreuth (UBT) koordiniert das Projekt, betreibt den Knowledge Hub als zentrale Arbeits- und Disseminationsplattform, realisiert die Podcast-Serie und führt Stakeholder-Formate (Workshop, Abschlussevent) durch. Wissenschaftlich bearbeitet sie eine rechtsdogmatische Linie zu Haftungs-, Koexistenz- und Traceability-Fragen und verzahnt diese mit den sozioökonomischen Analysen der Verbundpartner. Der Methodenmix aus Rechtsdogmatik, Evidenzaufbereitung und gezieltem Wissenstransfer gewährleistet belastbare, verständliche und praxisnahe Ergebnisse.

Sozioökonomie und Recht

Förderkennzeichen: 01GP2501B
Gesamte Fördersumme: 273.005 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2029
Projektleitung: Dr. Nicola Consmüller
Adresse: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Abteilung 4 (Gentechnik)
Gerichtstr. 49
13347 Berlin

Sozioökonomie und Recht

Das Verbundprojekt ALIGN – Advancing Legal, Innovative, and Governance Networks for NGTs in Plants untersucht die ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Aspekte neuer genomischer Techniken (NGTs) in der Pflanzenzüchtung. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Innovation, Vorsorge und gesellschaftliche Akzeptanz in Einklang gebracht werden können. Dazu verknüpft ALIGN rechtswissenschaftliche, ökonomische, ethische und agrarwissenschaftliche Forschung. Analysiert werden internationale Regulierungsansätze, ökonomische und rechtliche Folgen (Haftung, Eigentum, Koexistenz, Traceability) sowie gesellschaftliche Narrative, die öffentliche Wahrnehmungen prägen. Eine ländervergleichende Diskursstudie ergänzt empirische und normative Analysen. Die Ergebnisse münden in praxisorientierte Governance-Optionen, Leitfäden und Policy-Briefs, die Entscheidungsträgern in Politik, Verwaltung und Züchtung evidenzbasierte Orientierung bieten. Über den ALIGN Knowledge Hub, Podcasts und Workshops wird ein kontinuierlicher Wissenstransfer gewährleistet. So trägt ALIGN zu einer verantwortungsvollen, innovationsfördernden Regulierung von NGTs in der EU bei und unterstützt die Umsetzung des Europäischen Green Deal und der Nationalen Bioökonomiestrategie. Das BVL untersucht gemeinsam mit der Universität Bayreuth die sozioökonomischen und rechtlichen Parameter der Neuregulierung von neuen genomischen Techniken bei landwirtschaftlichen Nutzpflanzen in der Europäischen Union und deren Effekte auf Verfügungsrechte und Transaktionskosten. Akteurs-spezifische Narrative, welche die momentane Debatte bestimmen, werden vor dem Hintergrund des Trilog-Verfahrens und der Neuregulierung analysiert und ermöglichen so die Sichtbarmachung von politischen Treibern und Hemmnissen bei der Entwicklung von Governance-Optionen im Umgang mit NGT.

Sicherheit und Regulierungen

Förderkennzeichen: 01GP2501C
Gesamte Fördersumme: 172.681 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2029
Projektleitung: Dr. Frank Hartung
Adresse: Julius Kühn-Institut Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI), Institut für die Sicherheit biotechnologischer Verfahren bei Pflanzen
Erwin-Baur-Str. 27
06484 Quedlinburg

Sicherheit und Regulierungen

Das Verbundprojekt ALIGN – Advancing Legal, Innovative, and Governance Networks for NGTs in Plants untersucht die ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Aspekte neuer genomischer Techniken (NGTs) in der Pflanzenzüchtung. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Innovation, Vorsorge und gesellschaftliche Akzeptanz in Einklang gebracht werden können. Dazu verknüpft ALIGN rechtswissenschaftliche, ökonomische, ethische und agrarwissenschaftliche Forschung. Analysiert werden internationale Regulierungsansätze, ökonomische und rechtliche Folgen (Haftung, Eigentum, Koexistenz, Traceability) sowie gesellschaftliche Narrative, die öffentliche Wahrnehmungen prägen. Eine ländervergleichende Diskursstudie ergänzt empirische und normative Analysen. Die Ergebnisse münden in praxisorientierte Governance-Optionen, Leitfäden und Policy-Briefs, die Entscheidungsträgern in Politik, Verwaltung und Züchtung evidenzbasierte Orientierung bieten. Über den ALIGN Knowledge Hub, Podcasts und Workshops wird ein kontinuierlicher Wissenstransfer gewährleistet. So trägt ALIGN zu einer verantwortungsvollen, innovationsfördernden Regulierung von NGTs in der EU bei und unterstützt die Umsetzung des Europäischen Green Deal und der Nationalen Bioökonomiestrategie. Das Julius Kühn-Institut (JKI) wird in einem systematischen Ansatz sämtliche wissenschaftliche Literatur zu neuen genomischen Techniken (NGT), die an Pflanzen angewendet wurden, erfassen und aus den relevanten Artikeln für das Projekt wichtige Daten extrahieren. Der Zeitraum der Erfassung reicht von Mai 2019 bis zum Projektende, dies steht in direktem Anschluss zu den bereits vorhandenen Daten aus einem ELSA-Vorgängerprojekt. Weiterhin soll die Regulierung von NGT weltweit erfasst und mit der gerade in der EU neu diskutierten verglichen werden. Gesamtziel dabei ist es, mögliche Wege zu einer globalen Harmonisierung aufzuzeigen.

Ethik

Förderkennzeichen: 01GP2501D
Gesamte Fördersumme: 111.090 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2029
Projektleitung: Dr. Stephan Schleissing
Adresse: Institut Technik-Theologie-Naturwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München

Ethik

Das Verbundprojekt ALIGN – Advancing Legal, Innovative, and Governance Networks for NGTs in Plants untersucht die ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Aspekte neuer genomischer Techniken (NGTs) in der Pflanzenzüchtung. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Innovation, Vorsorge und gesellschaftliche Akzeptanz in Einklang gebracht werden können. Dazu verknüpft ALIGN rechtswissenschaftliche, ökonomische, ethische und agrarwissenschaftliche Forschung. Analysiert werden internationale Regulierungsansätze, ökonomische und rechtliche Folgen (Haftung, Eigentum, Koexistenz, Traceability) sowie gesellschaftliche Narrative, die öffentliche Wahrnehmungen prägen. Eine ländervergleichende Diskursstudie ergänzt empirische und normative Analysen. Die Ergebnisse münden in praxisorientierte Governance-Optionen, Leitfäden und Policy-Briefs, die Entscheidungsträgern in Politik, Verwaltung und Züchtung evidenzbasierte Orientierung bieten. Über den ALIGN Knowledge Hub, Podcasts und Workshops wird ein kontinuierlicher Wissenstransfer gewährleistet. So trägt ALIGN zu einer verantwortungsvollen, innovationsfördernden Regulierung von NGTs in der EU bei und unterstützt die Umsetzung des Europäischen Green Deal und der Nationalen Bioökonomiestrategie. Innovation und Vorsorge sind zentrale Leitsemantiken einer evidenzbasierten Forschungspolitik bei der Neuregulierung der NGT. In ihnen verschränken sich empirische Befunde und Imaginationen von Zukunft, deren politische Anerkennung umstritten ist. Das Teilprojekt befasst sich mit folgenden Fragen: Was verstehen die Protagonisten in der aktuellen Debatte um die Zukunft der NGT unter "Innovation"? Welche unterschiedlichen sozialmoralischen Orientierungen können erklären, warum der Gegensatz beider Leitsemantiken in der öffentlichen Diskussion so unversöhnlich erscheint? Und welche ethischen Argumente sprechen für eine komplementäre, statt antagonistische Zuordnung der Werte von Innovation und Vorsorge bei der Neuregulierung der NGT?