| Förderkennzeichen: | 01GP2501C |
| Fördersumme: | 172.681 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2029 |
| Projektleitung: | Dr. Frank Hartung |
| Adresse: |
Julius Kühn-Institut Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI), Institut für die Sicherheit biotechnologischer Verfahren bei Pflanzen Erwin-Baur-Str. 27 06484 Quedlinburg |
Das Verbundprojekt ALIGN – Advancing Legal, Innovative, and Governance Networks for NGTs in Plants untersucht die ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Aspekte neuer genomischer Techniken (NGTs) in der Pflanzenzüchtung. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Innovation, Vorsorge und gesellschaftliche Akzeptanz in Einklang gebracht werden können. Dazu verknüpft ALIGN rechtswissenschaftliche, ökonomische, ethische und agrarwissenschaftliche Forschung. Analysiert werden internationale Regulierungsansätze, ökonomische und rechtliche Folgen (Haftung, Eigentum, Koexistenz, Traceability) sowie gesellschaftliche Narrative, die öffentliche Wahrnehmungen prägen. Eine ländervergleichende Diskursstudie ergänzt empirische und normative Analysen. Die Ergebnisse münden in praxisorientierte Governance-Optionen, Leitfäden und Policy-Briefs, die Entscheidungsträgern in Politik, Verwaltung und Züchtung evidenzbasierte Orientierung bieten. Über den ALIGN Knowledge Hub, Podcasts und Workshops wird ein kontinuierlicher Wissenstransfer gewährleistet. So trägt ALIGN zu einer verantwortungsvollen, innovationsfördernden Regulierung von NGTs in der EU bei und unterstützt die Umsetzung des Europäischen Green Deal und der Nationalen Bioökonomiestrategie. Das Julius Kühn-Institut (JKI) wird in einem systematischen Ansatz sämtliche wissenschaftliche Literatur zu neuen genomischen Techniken (NGT), die an Pflanzen angewendet wurden, erfassen und aus den relevanten Artikeln für das Projekt wichtige Daten extrahieren. Der Zeitraum der Erfassung reicht von Mai 2019 bis zum Projektende, dies steht in direktem Anschluss zu den bereits vorhandenen Daten aus einem ELSA-Vorgängerprojekt. Weiterhin soll die Regulierung von NGT weltweit erfasst und mit der gerade in der EU neu diskutierten verglichen werden. Gesamtziel dabei ist es, mögliche Wege zu einer globalen Harmonisierung aufzuzeigen.