Teilprojekt eines Verbundes

Sozioökonomie und Recht

Förderkennzeichen: 01GP2501B
Fördersumme: 273.005 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2029
Projektleitung: Dr. Nicola Consmüller
Adresse: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Abteilung 4 (Gentechnik)
Gerichtstr. 49
13347 Berlin

Das Verbundprojekt ALIGN – Advancing Legal, Innovative, and Governance Networks for NGTs in Plants untersucht die ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Aspekte neuer genomischer Techniken (NGTs) in der Pflanzenzüchtung. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Innovation, Vorsorge und gesellschaftliche Akzeptanz in Einklang gebracht werden können. Dazu verknüpft ALIGN rechtswissenschaftliche, ökonomische, ethische und agrarwissenschaftliche Forschung. Analysiert werden internationale Regulierungsansätze, ökonomische und rechtliche Folgen (Haftung, Eigentum, Koexistenz, Traceability) sowie gesellschaftliche Narrative, die öffentliche Wahrnehmungen prägen. Eine ländervergleichende Diskursstudie ergänzt empirische und normative Analysen. Die Ergebnisse münden in praxisorientierte Governance-Optionen, Leitfäden und Policy-Briefs, die Entscheidungsträgern in Politik, Verwaltung und Züchtung evidenzbasierte Orientierung bieten. Über den ALIGN Knowledge Hub, Podcasts und Workshops wird ein kontinuierlicher Wissenstransfer gewährleistet. So trägt ALIGN zu einer verantwortungsvollen, innovationsfördernden Regulierung von NGTs in der EU bei und unterstützt die Umsetzung des Europäischen Green Deal und der Nationalen Bioökonomiestrategie. Das BVL untersucht gemeinsam mit der Universität Bayreuth die sozioökonomischen und rechtlichen Parameter der Neuregulierung von neuen genomischen Techniken bei landwirtschaftlichen Nutzpflanzen in der Europäischen Union und deren Effekte auf Verfügungsrechte und Transaktionskosten. Akteurs-spezifische Narrative, welche die momentane Debatte bestimmen, werden vor dem Hintergrund des Trilog-Verfahrens und der Neuregulierung analysiert und ermöglichen so die Sichtbarmachung von politischen Treibern und Hemmnissen bei der Entwicklung von Governance-Optionen im Umgang mit NGT.