Fördermaßnahme

ELSA - Zukunftsthemen und Entwicklungsbiologie

Veröffentlichung der Bekanntmachung: 2024
Förderzeitraum: 2025 - 2029
Gesamte Fördersumme: bis zu 8 Mio. Euro
Anzahl der Projekte: 8 Verbünde, insgesamt 27 Zuwendungsempfänger

Techn(olog)ische und methodische Fortschritte in den modernen Lebenswissenschaften eröffnen vielversprechende Lösungswege für aktuelle und zukünftige Herausforderungen unserer Gesellschaft. Sie können bedeutsame ethische, rechtliche und soziale Fragen (ELSA) aufwerfen und fordern bestehende Wertvorstellungen heraus.

Die Maßnahme besteht aus zwei Modulen, zum einen sollen relevante Fragen zu Zukunftsthemen in den modernen Lebenswissenschaften adressiert werden und zum anderen ELSA- Fragen moderner Forschungsaspekte von Entwicklungsbiologie und ihrer möglichen Anwendung am Menschen.  Ziel der Maßnahme ist es, die jeweiligen Fragestellungen für einen informierten und sachlich fundierten wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs fachübergreifend zu identifizieren, zu analysieren und sachorientiert aufzuarbeiten. Dies trägt wiederum zum besseren Verständnis bei verschiedenen Akteuren aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft bei.

Die vielseitigen ethischen, sozialen und rechtlichen Fragen, die sich aus den neuen lebenswissenschaftlichen Entwicklungen ergeben, müssen interdisziplinär bearbeitet und im Hinblick auf den möglichen medizinischen und gesellschaftlichen Nutzen reflektiert werden. Die thematische Bandbreite umfasst ELSA-Aspekte neuer genomischer Techniken in der Landwirtschaft, verantwortliche Integration generativer KI in medizinischen Kontexten, Entwicklung von Guidelines für AI-basiertes Diagnosetool für seltene Erkrankungen, sozioökonomische und ethische Bewertungen von Phagentherapie, ELSA-Analyse von neurowissenschaftlichen KI-Anwendungen, ethische und gesellschaftliche Aspekte von neuen Technologien zur Erkennung und Beeinflussung affektiver Zuständen sowie  ELSA von humanen stammzellbasierten Embryomodellen und von neuronalen Organoiden.

Die Forschungsarbeiten werden Chancen und Risiken der gewählten Themenbereiche in interdisziplinärer Zusammenarbeit systematisch analysieren, bewerten und Lösungskonzepte auf der Grundsatz- und/oder Handlungsebene entwerfen.