Dank Krebsfrüherkennung, Diagnostik und Therapien steigt die Zahl von Langzeitüberlebenden nach Krebserkrankungen. Diese müssen sich häufig mit teils sehr belastenden Langzeit- und Spätfolgen ihrer Erkrankung – oder auch der zur Behandlung der Krankheit eingesetzten Therapie – auseinandersetzen.
Bislang ist unklar, welche molekularen und mechanistischen Prozesse Langzeit- und Spätfolgen begünstigen oder verhindern können. Durch die Förderung des BMFTR soll die Grundlage geschaffen werden, Maßnahmen zu entwickeln, welche die Lebenserwartung und -qualität der Krebsüberlebenden verbessern.
Im Projekt TTRIS-CSI soll ein Vorhersagemodell entwickelt werden, das frühzeitig und individualisiert während einer Strahlentherapie auf mögliche strahleninduzierte Sarkome (RIS) hinweisen kann. Dafür werden die Ursachen von (RIS) systematisch untersucht und zusammen mit Gewebemerkmalen, Faktoren der Erstbehandlung und dem zugrunde liegenden familiären Krebsrisiko analysiert. Im Erfolgsfall können die Ergebnisse des Projektes zu einer präziseren Risikoabschätzung und personalisierten Präventionsstrategien bei RIS führen.