| Förderkennzeichen: | 01KD2511D |
| Fördersumme: | 81.660 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2029 |
| Projektleitung: | Prof. Dr. Sylke Zeißig |
| Adresse: |
Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Medizinische Fakultät, Institut für Klinische Epidemiologie und Biometrie Am Schwarzenberg 15 97078 Würzburg |
Das Gesamtziel des Vorhabens TTRIS-CSI ist die systematische Untersuchung molekularer und klinischer Co-Faktoren des strahleninduzierten Sarkoms (radiation-induced sarcoma, RIS) als seltene, aber schwerwiegende Spätfolge bei Langzeitüberlebenden von Krebserkrankungen. Im Rahmen eines multidisziplinären Verbundprojekts, das Expertisen aus Humangenetik, Molekularbiologie, Strahlentherapie, Epidemiologie, Bioinformatik und Versorgungsforschung bündelt, soll auf Basis eines umfassenden, prospektiv erhobenen RIS-Datensatzes ein multifaktorielles Risikomodell entwickelt werden. Die Integration unterschiedlicher Daten ermöglicht die Entwicklung und Validierung eines polygenen Risikoscores (PRS), der mit strahlenbiologischen und klinischen Faktoren verknüpft wird, um Risikopatientinnen und -patienten frühzeitig zu identifizieren und die Entscheidungsfindung in der Strahlentherapie zu unterstützen. Darüber hinaus verfolgt das Projekt das Ziel, strahlentherapeutische Einflussgrößen zu definieren, die die Entstehung von RIS begünstigen. Ergänzend wird die epidemiologische Dimension durch Analysen bevölkerungsweiter Registerdaten adressiert, die eine externe Validierung der Ergebnisse ermöglichen. Schließlich werden in einem eigenen Arbeitspaket die psychosozialen Bedürfnisse von RIS-Betroffenen und ihren Familien systematisch erfasst. Ziele sind: Entwicklung und Umsetzung einer Abfragestrategie für bevölkerungsbasierte Krebsregisterdaten; Bestimmung der Inzidenz und Charakterisierung von RIS und deren Subtypen in Deutschland; Einwilligungsbasierte Verknüpfung der TTRIS-CSI Studienkohorten- und Landeskrebsregisterdaten; Bi-direktionale Qualitätskontrolle der TTRIS-CSI Studien- und Krebsregisterdaten hinsichtlich der Vollständigkeit, Repräsentativität und regionaler Unterschiede.