Das Verbundprojekt EMVIC untersucht, wie frühe Umweltbelastungen bereits ab der Schwangerschaft – darunter chemische Expositionen, psychosoziale Stressoren und Lebensstilfaktoren – die Entwicklung des Immunsystems, virusbezogene Immun- und Impfantworten, das Mikrobiom sowie langfristige Gesundheitsverläufe von Kindern und Jugendlichen beeinflussen.
An der Schnittstelle von Umwelt und Mensch verfolgt EMVIC einen One-Health-Ansatz und fokussiert
besonders vulnerable und bislang unterrepräsentierte Gruppen: Schwangere, Kinder und Jugendliche. Grundlage ist eine gut charakterisierte Geburtskohorte mit umfangreichen Daten und Bioproben von der Schwangerschaft bis ins Jugendalter. Vorliegende Informationen zu Umweltbelastungen, immunologischen Parametern, Gesundheitsendpunkten, Impfstatus und Infektionen werden durch neue Analysen zu Virusinfektionen, Immunantworten, Mikrobiomstruktur und -funktion sowie Impfeffektivität ergänzt. Der Verbund konzentriert sich dabei auf Masernviren, das Epstein-Barr-Virus (EBV) und SARS-CoV-2.