Teilprojekt eines Verbundes

Umweltbedingte Modulation der Immunantworten auf SARS-CoV-2 in der LiNA Kohorte

Förderkennzeichen: 01KI2601A
Fördersumme: 300.000 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2029
Projektleitung: Dr. Gunda Herberth
Adresse: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH, UFZ - Fachbereich Gesundheitsforschung, Department Umweltimmunologie
Permoserstr. 15
04318 Leipzig

Das Verbundprojekt EMVIC untersucht, wie frühe Umweltbelastungen bereits ab der Schwangerschaft – darunter chemische Expositionen, psychosoziale Stressoren, und Lebensstilfaktoren – die Entwicklung des Immunsystems, virusbezogene Immun- und Impfantworten, das Mikrobiom sowie langfristige Gesundheitsverläufe von Kindern und Jugendlichen beeinflussen. An der Schnittstelle von Umwelt und Mensch verfolgt EMVIC einen One-Health-Ansatz und fokussiert besonders auf vulnerable und bislang unterrepräsentierte Gruppen: Schwangere, Kinder und Jugendliche. Grundlage ist eine gut charakterisierte Geburtskohorte mit umfangreichen longitudinalen Daten und Bioproben von der Schwangerschaft bis ins Jugendalter. Vorliegende Informationen zu Umweltbelastungen, immunologischen Parametern, Gesundheitsendpunkten, Impfstatus und Infektionen werden durch neue Analysen zu Virusinfektionen, Immunantworten, Mikrobiomstruktur und -funktion sowie Impfeffektivität ergänzt. Dieses Teilprojekt untersucht wie sich Umweltfaktoren, insbesondere Chemikalienexposition auf die Immunantwort gegen SARS-CoV-2 auswirken. Speziell fokussiert es auf die Untersuchung der zellulären Immunantwort bei den Kindern aus der Geburtskohorte vor und nach der Corona-Pandemie. Ziel ist es vorhandene Umweltfaktoren, wie frühe Chemikalienexposition, die sich modulierend auf die SARS-CoV-2 Immunantwort auswirken, zu identifizieren. Im nächsten Schritt wird mittels in vitro-Tests untersucht, wie sich immunmodulatorische Chemikalien sich auf die SARS-CoV-2 Immunantwort in humanen Immunzellen auswirken. Somit werden die epidemiologischen Daten validiert und kausale Zusammenhänge abgeleitet.