Teilprojekt eines Verbundes

Darmmikrobiota in der LiNA Kohorte

Förderkennzeichen: 01KI2601C
Fördersumme: 294.463 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2029
Projektleitung: Dr. Marius Vital
Adresse: Medizinische Hochschule Hannover, Zentrum Laboratoriumsmedizin, Abt. Medizinische Mikrobiologie
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

Das Verbundprojekt EMVIC untersucht, wie frühe Umweltbelastungen bereits ab der Schwangerschaft – darunter chemische Expositionen, psychosoziale Stressoren, und Lebensstilfaktoren – die Entwicklung des Immunsystems, virusbezogene Immun- und Impfantworten, das Mikrobiom sowie langfristige Gesundheitsverläufe von Kindern und Jugendlichen beeinflussen. An der Schnittstelle von Umwelt und Mensch verfolgt der Verbund einen One-Health-Ansatz und fokussiert sich besonders auf vulnerable und bislang unterrepräsentierte Gruppen: Schwangere, Kinder und Jugendliche. Grundlage ist die LiNA-Geburtskohorte mit umfangreichen longitudinalen Daten und Bioproben von der Schwangerschaft bis ins Jugendalter. Ziel dieses Teilprojektes ist es, das Darmmikrobiom im Jugendalter mittels metagenomischer Analysen zu charakterisieren, um zu untersuchen, wie deren Zusammensetzung und Funktionen mit Umwelt- und Verhaltensdeterminanten sowie psychosozialem und sozioökonomischem Faktoren der teilnehmenden Jugendlichen korrelieren. Des weiteren werden Untersuchungen zum sekretorischen Immunglobulin A (sIgA), welches Darmbakterien erkennt und somit eine Schlüsselposition in der Interaktion zwischen Immunsystem und Mikrobiom darstellt, durchgeführt. Spezifischer Fokus liegt dabei auf dem Zusammenhang zwischen Mikrobiommerkmalen mit dem Impfstatus und Infektionen der Teilnehmenden. Hierzu werden Daten zur taxonomischen Zusammensetzung und Funktionen der Darmmikrobiota sowie Konzentration und Zielmuster des sIgA mit Impfstatus und Infektionen korreliert. Zudem werden Analysen mit weiteren Metadaten, insbesondere umweltbedingte Expositionsvariablen, z. B. chemische Belastungen während der Schwangerschaft, psychosoziale Stressfaktoren, Antibiotikaeinnahme und Ernährungsgewohnheiten, durchgeführt.