Teilprojekt eines Verbundes

Umweltbedingte Modulation der Immunantwort bei persistierender Epstein-Barr-Virus (EBV)-Infektion

Förderkennzeichen: 01KI2601B
Fördersumme: 359.825 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2029
Projektleitung: Dr. Corinna Pietsch
Adresse: Universität Leipzig, Institut für Medizinische Mikrobiologie und Virologie, Fachbereich Virologie
Johannisallee 30
04103 Leipzig

Das Verbundprojekt EMVIC untersucht, wie frühe Umweltbelastungen bereits ab der Schwangerschaft – darunter chemische Expositionen, psychosoziale Stressoren, und Lebensstilfaktoren – die Entwicklung des Immunsystems, virusbezogene Immun- und Impfantworten, das Mikrobiom sowie langfristige Gesundheitsverläufe von Kindern und Jugendlichen beeinflussen. An der Schnittstelle von Umwelt und Mensch verfolgt der Verbund einen One-Health-Ansatz und fokussiert sich besonders auf vulnerable und bislang unterrepräsentierte Gruppen: Schwangere, Kinder und Jugendliche. Grundlage ist die LiNA-Geburtskohorte mit umfangreichen longitudinalen Daten und Bioproben von der Schwangerschaft bis ins Jugendalter. Dieses Teilprojekt analysiert wie Umwelt- und Verhaltensdeterminanten sowie psychosoziale und sozioökonomische Faktoren die Immunantwort auf eine persistierende Epstein-Barr-Virus(EBV)-Infektion im Jugendalter prägen. Dazu werden kohortenbasierte Expositionsdaten mit komplementären immunologischen und virologischen Messgrößen: serologische EBV-Statusbestimmung und zeitliche Einordnung der Infektion, hochauflösendes epitopbasiertes Antikörperprofiling sowie – in ausgewählten Proben – Charakterisierung viraler Genome und zentraler Wirtsfaktoren (HLA) kombiniert. Die Auswertung erfolgt nach definierten Qualitätskriterien und integriert die Datentypen in gemeinsamen statistischen Modellen, um Assoziationen und Interaktionen zwischen Expositionen, Virusmerkmalen und Mustern der Immunantwort zu identifizieren. Ergebnis sind robuste, qualitätsgesicherte und nachnutzbare Daten- und Analysebausteine für One-Health-Analysen im Verbund.