Teilprojekt eines Verbundes

Umweltbedingte Modulation der Immunantworten nach der Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken

Förderkennzeichen: 01KI2601D
Fördersumme: 299.891 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2029
Projektleitung: Dr. Vanessa Melhorn
Adresse: Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH
Inhoffenstr. 7
38124 Braunschweig

Das Verbundprojekt EMVIC untersucht, wie frühe Umweltbelastungen bereits ab der Schwangerschaft – darunter chemische Expositionen, psychosoziale Stressoren, und Lebensstilfaktoren – die Entwicklung des Immunsystems, virusbezogene Immun- und Impfantworten, das Mikrobiom sowie langfristige Gesundheitsverläufe von Kindern und Jugendlichen beeinflussen. An der Schnittstelle von Umwelt und Mensch verfolgt EMVIC einen One-Health-Ansatz und fokussiert sich auf besonders vulnerable und bislang unterrepräsentierte Gruppen: Schwangere, Kinder und Jugendliche. Grundlage ist eine gut charakterisierte Geburtskohorte mit umfangreichen longitudinalen Daten und Bioproben von der Schwangerschaft bis ins Jugendalter. Vorliegende Informationen zu Umweltbelastungen, immunologischen Parametern, Gesundheitsendpunkten, Impfstatus und Infektionen werden durch neue Analysen zu Virusinfektionen, Immunantworten, Mikrobiomstruktur und -funktion sowie Impfeffektivität ergänzt. Zur Einordnung der Ergebnisse auf Bevölkerungsebene wird geprüft, ob zentrale Expositionen und Immunmarker auch in Erwachsenenkohorten wie NAKO und MuSPAD quantifiziert werden können, um populationsbasierte Referenzverteilungen abzuleiten. Ziel ist es, Evidenz zu Impfreaktionen vom Kindes- bis ins Jugendalter sowie zum Immunstatus erwachsener Mütter in Abhängigkeit von Umweltexpositionen zu generieren und daraus allgemeine und expositionsspezifische Impfempfehlungen abzuleiten.