Teilprojekt eines Verbundes

Universität Erlangen-Nürnberg

Förderkennzeichen: 01GP2502B
Fördersumme: 331.748 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2029
Projektleitung: Prof. Dr. Sabine Pfeiffer
Adresse: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Soziologie (Technik - Arbeit - Gesellschaft) am Nuremberg Campus of Technology (NCT)
Fürther Str. 246 c
90429 Nürnberg

Ziel des Verbundprojektes ist es, die Einbindung generativer künstlicher Intelligenz in medizinische Kontexte aus erkenntnistheoretischer, soziologischer, bioethischer und rechtswissenschaftlicher Perspektive zu untersuchen. Der Schwerpunkt des an der FAU Erlangen-Nürnberg angesiedelten soziologischen Teilvorhabens liegt in der Untersuchung der sozialen Implikationen der Integration generativer KI in medizinischen und biomedizinischen Kontexten. Im Zentrum des Teilprojekts EmGAI-S steht die Analyse der Transformation bestehender Arbeitspraktiken, Rollen- und Aufgabenverteilungen sowie organisationaler Strukturen durch den Einsatz generativer KI. In diesem Rahmen wird mitunter untersucht, wie sich Kompetenzanforderungen, Tätigkeitsprofile und Verantwortungsbereiche im Zusammenspiel menschlicher und technischer Akteure neu konfigurieren und welche Folgen diese Reorganisation für professionelle Handlungslogiken und institutionalisierte Arbeitsarrangements hat. Ziel ist es, die sozialen Bedingungen, Dynamiken und Konsequenzen des Einsatzes generativer KI empirisch fundiert zu erfassen und theoretisch zu reflektieren. Die Ergebnisse von EmGAI-S liefern belastbare empirische Grundlagen für die erkenntnistheoretischen, ethischen und rechtlichen Teilprojekte und leisten zugleich einen eigenständigen Beitrag zur soziologischen Forschung über die Transformation von Arbeit, Organisation und Verantwortung im Kontext digitaler und KI-basierter Technologien. So trägt das soziologische Teilprojekt wesentlich zu einem interdisziplinären Verständnis der Herausforderungen und Potenziale generativer KI in der Medizin bei.