Teilprojekt eines Verbundes

LMU München

Förderkennzeichen: 01GP2502D
Fördersumme: 230.652 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2029
Projektleitung: PD Dr. Martin Hähnel
Adresse: Ludwig-Maximilians-Universität München, Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft, Professur für Ethik der Künstlichen Intelligenz
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München

Ziel des Verbundprojektes ist es, die Einbindung generativer künstlicher Intelligenz in medizinische Kontexte aus erkenntnistheoretischer, soziologischer, bioethischer und rechtswissenschaftlicher Perspektive zu untersuchen. Der Schwerpunkt des an der LMU München angesiedelten Teilvorhabens liegt speziell auf bioethischen Fragen. Es geht dabei um die Identifikation und Analyse der kontextspezifischen sowie kontextübergreifenden ethischen Herausforderungen, die durch den Einsatz von GenAI entstehen. Das Projekt geht vor allem der Frage nach, ob diese Technologien bestehende ethische Probleme mildern, lösen oder verschärfen bzw. neue Dilemmata erzeugen. Ein besonderer Fokus liegt auf neuartigen Entwicklungen wie biologischen Sprachmodellen (BLMs) und deren Implikationen für Fragen von Enhancement, Therapie, Dual Use, Biosecurity und Governance. Auf dieser Grundlage entwickelt das Teilprojekt praxisnahe, handlungsleitende Empfehlungen und ethische Orientierungsrahmen, um eine verantwortungsvolle, normativ reflektierte Integration von GenAI in Forschung, Versorgung und Ausbildung zu ermöglichen. Dabei werden sowohl klassische ethische Prinzipien als auch tugendethische Ansätze berücksichtigt und relevante Stakeholder aktiv einbezogen.