| Förderkennzeichen: | 01GP2505A |
| Fördersumme: | 509.670 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2029 |
| Projektleitung: | Dr. Sarah Diner |
| Adresse: |
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum, Institute for Medical Humanities Venusberg-Campus 1 53127 Bonn |
Neue Verfahren erlauben die Herstellung dreidimensionaler, aus Stammzellen generierter Modelle des Gehirns, sogenannte neuronale Organoide. Diese neuartigen Modelle eröffnen vielversprechende Perspektiven für die biomedizinische Forschung, insbesondere in Hinsicht auf die Erforschung der frühen Entwicklung und von Krankheiten wie der Alzheimer-Demenz oder des Autismus-Spektrums. Gleichzeitig werfen sie komplexe ethische Fragen auf, etwa hinsichtlich ihres moralischen Status, des Umgangs mit personenbezogenen Daten und möglicher Risiken für Spenderinnen und Spender. Eine wesentliche Voraussetzung für die Bewertung ist daher eine reflektierte Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen Entwicklungen. Das Forschungsprojekt NAWiStem3D vereint Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen. Es wird untersucht, wie sich unterschiedliche Typen und Herstellungsweisen neuronaler Organoide klassifizieren lassen (Arbeitspaket AP1), wie Nutzen und Risiken dieser Technologie ausgewogen bewertet werden können (AP2) und wie daraus ein verantwortungsvoller Umgang abgeleitet werden kann (AP3). In diesem Teilprojekt werden die Arbeitspakete 1 und 3 bearbeitet. Neben einer fundierten Analyse bestehender wissenschaftlicher und normativer Standards wird auch die Perspektive der Öffentlichkeit einbezogen. Ziel des Projekts ist es, zu einem realistischen und verantwortungsvollen Umgang mit neuronalen Organoiden beizutragen und eine Grundlage für wissenschaftlich wie gesellschaftlich tragfähige Handlungsempfehlungen zu liefern. Die Ergebnisse werden in Fachzeitschriften veröffentlicht, auf Konferenzen präsentiert und über digitale Kanäle sowie öffentliche Veranstaltungen kommuniziert.