Gesundheitsforschung hilft, das Leben von Menschen zu verbessern. Eine neue Ausstellung mit zwölf Beispielen aus der Förderung des Bundesforschungsministeriums zeigt, wie gute Ideen erfolgreich in der medizinischen Versorgung ankommen.

In der Wanderausstellung geht es auch um die Forschungsarbeit von Stephan Urban, Professor für „Translationale Virologie“ an der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg. © UKHD
Am Anfang eines Forschungserfolges steht meistens eine dringende Frage. Hier einige Beispiele: Ältere Menschen nehmen Medikamente, die sie nicht mehr vertragen – wie kann man sie und ihre Angehörigen besser informieren? Eine Virusinfektion ist nicht heilbar – wie lässt sich der Krankheitserreger dennoch stoppen? Im Falle einer Pandemie sollen Schulen und Kitas offenbleiben, aber man muss erkrankte Kinder und Jugendliche schnell finden – wie kann beides gelingen? Das sind nur drei Herausforderungen von vielen, die Forscherinnen und Forscher in den vergangenen Jahren mit Förderung durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) erfolgreich gelöst haben.
Insgesamt zwölf dieser spannenden und Mut machenden Forschungsgeschichten zeigt die neue Wanderausstellung des BMFTR. Die vorgestellten Forschungserfolge machen deutlich, wie neue Erkenntnisse und Ideen aus der Forschung Wirklichkeit werden: Sie münden in neue diagnostische Tests, wirksame Therapien und tragen dazu bei, Erkrankungen vorzubeugen. Die Ausstellung besteht aus fünf Infotafeln sowie einem interaktiven Medienterminal und ist an Universitätskliniken und anderen Forschungseinrichtungen zu sehen. Auf einer der Ausstellungstafeln wird auch ein Heidelberger Projekt vorgestellt: die Entwicklung des ersten Medikaments gegen Hepatitis D, einer seltenen und schweren Virusinfektion der Leber. Professor Dr. Stephan Urban legte am Zentrum für Infektiologie des Universitätsklinikums Heidelberg mit seiner in den 1990er-Jahren begonnenen Forschung die Grundlagen und war federführend an der Wirkstoffentwicklung beteiligt. Heute ist das entsprechende Medikament „Hepcludex“ in vielen europäischen Ländern zugelassen und „Standard of Care“ für die Hepatitis-D-Therapie.
Neugierig? Alle zwölf ausgewählten Forschungsprojekte wurden außerdem vertiefend in einem Spezial-Newsletter beschrieben, der auf dieser Webseite kostenlos verlinkt ist.
Newsletter zur Ausstellung „Wenn Ideen Wirklichkeit werden“
Wo ist die Ausstellung zu sehen?
Die Ausstellung „Wenn Ideen Wirklichkeit werden – Erfolge der Gesundheitsforschung“ des BMFTR ist bis zum 15. April 2026 im Foyer der Medizinischen Klinik des Universitätsklinikums Heidelberg, Im Neuenheimer Feld 410, 69120 Heidelberg zu sehen. Der Eintritt ist frei.