Verbund

ContraPur – Kontrazeption durch Kontrolle der purinergen Steuerung des Spermientransports im Hoden

Die freie Entscheidung, ob und wann wir Kinder bekommen, gehört zu unserem Recht auf Selbstbestimmung. Insbesondere jüngere Menschen wünschen sich hormonelle Verhütungsmittel mit weniger Nebenwirkungen oder nicht-hormonelle Alternativen. Darüber hinaus besteht der Wunsch, dass mehr gleichberechtigte Verhütungsoptionen zur Verfügung stehen, die neben unterschiedlichen Geschlechtern auch kulturelle Bedürfnisse besser berücksichtigen. Zudem bringt jeder Lebensabschnitt andere Bedürfnisse an Verhütungsmitteln mit sich. Eine breitere Palette an Verhütungsmittel-Optionen für beide Geschlechter ermöglicht daher bessere, maßgeschneiderte Lösungen.

Das Vorhaben „ContraPur – Kontrazeption durch Kontrolle der purinergen Steuerung des Spermientransports im Hoden“ ist Teil der BMFTR-Fördermaßnahme „Richtlinie zur Förderung der Verhütungsmittelforschung für alle Geschlechter“. Ziel dieser Maßnahme ist die Erforschung von Ansätzen für neue Verhütungsmethoden und die Weiterentwicklung bestehender Verhütungsmittel, zum Beispiel um Nebenwirkungen zu reduzieren.

Ziel des Verbundes ContraPur ist es, den Spermientransport im Hoden zu untersuchen, um daraus Ansatzpunkte für die Entwicklung einer nicht-hormonellen Verhütungsmethode für Männer abzuleiten. Im Fokus stehen dabei Gene, Proteine und Mechanismen, die dem Spermientransport im Hoden zugrunde liegen, um diese zu verstehen und entsprechend zu beeinflussen. Die Verbünde der Fördermaßnahme arbeiten bei der Wissenschaftskommunikation und Partizipation eng zusammen. So wird die Öffentlichkeit beispielsweise über Social Media und öffentliche Diskussionsrunden über die Forschungsaktivitäten informiert und interaktiv mit einbezogen.

Teilprojekte

Teilvorhaben der RWTH Aachen

Förderkennzeichen: 01GR2503A
Gesamte Fördersumme: 625.606 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2029
Projektleitung: Prof. Dr. Marc Spehr
Adresse: Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Fakultät 1, Mathematik - Informatik - Naturwissenschaften, Institut für Biologie II, Lehrstuhl für Chemosensorik
Worringerweg 3
52074 Aachen

Teilvorhaben der RWTH Aachen

Im Forschungsprojekt ContraPur arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler transdisziplinär an der Entwicklung einer nicht-hormonellen Verhütungsmethode für Männer. Im Fokus steht ein Mechanismus, der den Transport von Spermien im Hoden steuert – ausgelöst durch das Molekül ATP. Studien zeigen, dass lokale ATP-Freisetzung Kontraktionen der Muskelzellen (Peritubulärzellen) verursacht, die die Samenkanälchen mit den reifen, noch unbeweglichen Spermien umgeben. Projektziel ist, diesen Prozess gezielt zu blockieren, sodass Männer zeitweise unfruchtbar sind – ohne ihre Fruchtbarkeit dauerhaft zu beeinträchtigen. Das Verbundprojekt wird ein strukturiertes Forschungsprogramm verfolgen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mehrerer Universitäten werden Gene, Proteine und Mechanismen untersuchen, die an der Kontraktion der Peritubulärzellen beteiligt sind. Ziel ist es, die Mechanismen, die dem Spermientransport im Hoden zugrunde liegen, zu verstehen und letztendlich zu manipulieren. Neben den wissenschaftlichen Zielen adressiert der Verbund auch die Wissenschaftskommunikation. So wird die Öffentlichkeit transparent über die Forschungsaktivitäten zu Verhütungsmitteln informiert und interaktiv mit einbezogen. Die Universität Aachen koordiniert den Verbund und ist federführend an der Etablierung innovativer Analyseverfahren beteiligt, welche zur Untersuchung molekularer und zellulärer Mechanismen des Spermientransports im Hoden genutzt werden. Dabei werden verschiedene Mausmodelle, Multiphotonenmikroskopie und genetische Ansätze zur Expression von Reporterproteinen in spezifischen Zellpopulationen verwendet. Zudem wird eine projektspezifische Analysesoftware entwickelt. Die geplanten Arbeiten werden nicht nur das Verständnis der Hodenphysiologie und Keimzellreifung verbessern, sondern auch zur Entwicklung neuer Kontrazeptiva beitragen, um eine sichere und akzeptierte Alternative zur bestehenden Verhütung zu schaffen.

Teilvorhaben der Universität Münster

Förderkennzeichen: 01GR2503B
Gesamte Fördersumme: 1.065.237 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2029
Projektleitung: Prof. Nina Neuhaus
Adresse: Universität Münster, Medizinische Fakultät, Centrum für Reproduktionsmedizin und Andrologie
Albert-Schweizer-Campus 1, Gebäude D11
48149 Münster

Teilvorhaben der Universität Münster

Im Forschungsprojekt ContraPur arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen an der Entwicklung einer neuartigen, nicht-hormonellen Verhütungsmethode für Männer. Im Fokus steht ein biologischer Mechanismus, der den Transport von Spermien im Hoden steuert – ausgelöst durch das körpereigene Molekül ATP, das am besten als zelluläre Energiewährung bekannt ist. Studien zeigen, dass lokale ATP-Freisetzung Kontraktionen der Muskelzellen (Peritubulärzellen) verursacht, die die Samenkanälchen mit den reifen, aber noch unbeweglichen Spermien umgeben. Ziel des Projekts ist es, diesen Prozess gezielt und vorübergehend zu blockieren, sodass Männer zeitweise unfruchtbar sind – ohne ihre Fruchtbarkeit dauerhaft zu beeinträchtigen. Das Verbundprojekt wird ein strukturiertes, integratives Forschungsprogramm verfolgen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehreren deutschen Universitäten werden die Gene, Proteine und Mechanismen untersuchen, die an der durch ATP ausgelösten Kontraktion der Peritubulärzellen in der Wand der Samenkanälchen beteiligt sind. Ziel ist es, die biologischen Mechanismen, die dem Spermientransport im Hoden zugrunde liegen, zu verstehen und letztendlich zu manipulieren. Neben den wissenschaftlichen Zielen adressiert der Verbund auch die Wissenschaftskommunikation. So wird die Öffentlichkeit transparent über die Forschungsaktivitäten zu Verhütungsmitteln informiert und interaktiv mit einbezogen. Im Projekt der Universität Münster werden gezielt bestimmte Erbinformationen von Männern analysiert und mit Daten darüber kombiniert, welche Gene in einzelnen Zellen aktiv sind. Mit diesem Ansatz können Genregulationsnetzwerke identifiziert werden, die für die Kontraktion der Peritubulärzellen wichtig sind. Darüber hinaus, wird ein Testsystem basierend auf Peritubulärzellen etabliert, mittels dessen der Einfluss von Ziel-Substanzen auf die Kontraktion funktional getestet werden kann.

Teilvorhaben der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Förderkennzeichen: 01GR2503C
Gesamte Fördersumme: 599.791 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2029
Projektleitung: Prof. Dr. Christa Müller
Adresse: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Pharmazeutisches Institut, Abteilung für Pharmazeutische und Medizinische Chemie
An der Immenburg 4
53121 Bonn

Teilvorhaben der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Im Forschungsprojekt ContraPur arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler transdisziplinär an der Entwicklung einer nicht-hormonellen Verhütungsmethode für Männer. Im Fokus steht ein Mechanismus, der den Transport von Spermien im Hoden steuert – ausgelöst durch das Molekül ATP. Studien zeigen, dass lokale ATP-Freisetzung Kontraktionen der Muskelzellen (Peritubulärzellen) verursacht, die die Samenkanälchen mit den reifen, noch unbeweglichen Spermien umgeben. Projektziel ist, diesen Prozess gezielt zu blockieren, sodass Männer zeitweise unfruchtbar sind – ohne ihre Fruchtbarkeit dauerhaft zu beeinträchtigen. Das Verbundprojekt wird ein strukturiertes Forschungsprogramm verfolgen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mehrerer Universitäten werden Gene, Proteine und Mechanismen untersuchen, die an der Kontraktion der Peritubulärzellen beteiligt sind. Ziel ist es, die Mechanismen, die dem Spermientransport im Hoden zugrunde liegen, zu verstehen und letztendlich zu manipulieren. Neben den wissenschaftlichen Zielen adressiert der Verbund auch die Wissenschaftskommunikation. So wird die Öffentlichkeit transparent über die Forschungsaktivitäten zu Verhütungsmittel informiert und interaktiv mit einbezogen. Die Universität Bonn befasst sich mit der Entwicklung von Wirkstoffen, die purinerge Signalwege modulieren. Ein Hauptziel ist die Entwicklung von Hemmstoffen für Purin-Rezeptoren (P2X4-, P2X7-, P2Y1-, P2Y2- und P2Y6-Rezeptoren), die entweder selektiv einen der Rezeptoren, oder mehrere gleichzeitig blockieren. Damit soll eine sichere Alternative zu aktuellen Kontrazeptiva erforscht und bereitgestellt werden.

Teilvorhaben der Justus-Liebig-Universität Gießen

Förderkennzeichen: 01GR2503D
Gesamte Fördersumme: 377.054 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2029
Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Meinhardt
Adresse: Justus-Liebig-Universität Gießen, Institut für Anatomie und Zellbiologie, Arbeitsgruppe Reproduktionsbiologie
Aulweg 123
35392 Gießen

Teilvorhaben der Justus-Liebig-Universität Gießen

Im Forschungsprojekt ContraPur arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler transdisziplinär an der Entwicklung einer nicht-hormonellen Verhütungsmethode für Männer. Im Fokus steht ein Mechanismus, der den Transport von Spermien im Hoden steuert – ausgelöst durch das Molekül ATP. Studien zeigen, dass lokale ATP-Freisetzung Kontraktionen der Muskelzellen (Peritubulärzellen) verursacht, die die Samenkanälchen mit den reifen, noch unbeweglichen Spermien umgeben. Projektziel ist, diesen Prozess gezielt zu blockieren, sodass Männer zeitweise unfruchtbar sind – ohne ihre Fruchtbarkeit dauerhaft zu beeinträchtigen. Das Verbundprojekt wird ein strukturiertes Forschungsprogramm verfolgen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mehrerer Universitäten werden Gene, Proteine und Mechanismen untersuchen, die an der Kontraktion der Peritubulärzellen beteiligt sind. Ziel ist es, die Mechanismen, die dem Spermientransport im Hoden zugrunde liegen, zu verstehen und letztendlich zu manipulieren. Neben den wissenschaftlichen Zielen adressiert der Verbund auch die Wissenschaftskommunikation. So wird die Öffentlichkeit transparent über die Forschungsaktivitäten zu Verhütungsmittel informiert und interaktiv mit einbezogen. An der JLU Gießen ist das Teilprojekt 3 verortet. Im Projekt werden Transkriptionsprofile von testikulären Peritubulär- und Immunzellen analysiert, um zelltypspezifische Genexpression und Wechselwirkung beider Zelltypen aufzudecken. Die geplanten Arbeiten werden nicht nur das Verständnis der Hodenphysiologie und Keimzellreifung verbessern, sondern auch zur Entwicklung neuer Kontrazeptiva beitragen, um langfristig eine sichere und akzeptierte Alternative zur bestehenden Verhütung zu schaffen.

Teilvorhaben der LMU München

Förderkennzeichen: 01GR2503E
Gesamte Fördersumme: 102.484 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2029
Projektleitung: Prof. Dr. Artur Mayerhofer
Adresse: Ludwig-Maximilians-Universität München, Biomedizinisches Centrum (BMC), Zellbiologie - Anatomie III
Großhaderner Str. 9
82152 Planegg

Teilvorhaben der LMU München

Im Forschungsprojekt ContraPur arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen an der Entwicklung einer neuartigen, nicht-hormonellen Verhütungsmethode für Männer. Im Fokus steht ein biologischer Mechanismus, der den Transport von Spermien im Hoden steuert – ausgelöst durch das körpereigene Molekül ATP, das bislang am besten als zelluläre Energiewährung bekannt ist. Studien zeigen, dass lokale ATP-Freisetzung Kontraktionen der Muskelzellen (Peritubulärzellen) verursacht, die die Samenkanälchen mit den reifen, aber noch unbeweglichen Spermien umgeben. Ziel des Projekts ist es, diesen Prozess gezielt und vorübergehend zu blockieren, sodass Männer zeitweise unfruchtbar sind – ohne ihre Fruchtbarkeit dauerhaft zu beeinträchtigen. Das Verbundprojekt wird ein strukturiertes, integratives Forschungsprogramm verfolgen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehreren deutschen Universitäten werden die Gene, Proteine und Mechanismen untersuchen, die an der durch ATP ausgelösten Kontraktion der Peritubulärzellen in der Wand der Samenkanälchen beteiligt sind. Ziel ist es, die biologischen Mechanismen, die dem Spermientransport im Hoden zugrunde liegen, zu verstehen und letztendlich zu manipulieren. Neben den wissenschaftlichen Zielen adressiert der Verbund auch die Wissenschaftskommunikation. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität München werden " Proof of Concept" Experimente an menschlichen Peritubulärzellen in vitro für vielversprechende Arzneimittelkandidaten durchführen und untersuchen, wie die Plastizität menschlicher Peritubulärzellen mit Veränderungen im purinergen Signalnetzwerk zusammenhängt. Die geplanten Arbeiten werden nicht nur das Verständnis der Hodenphysiologie und Keimzellreifung verbessern, sondern auch zur Entwicklung neuer Kontrazeptiva beitragen, um langfristig eine sichere und akzeptierte Alternative zur bestehenden Verhütung zu schaffen.