Die freie Entscheidung, ob und wann wir Kinder bekommen, gehört zu unserem Recht auf Selbstbestimmung. Insbesondere jüngere Menschen wünschen sich hormonelle Verhütungsmittel mit weniger Nebenwirkungen oder nicht-hormonelle Alternativen. Darüber hinaus besteht der Wunsch, dass mehr gleichberechtige Verhütungsoptionen zur Verfügung stehen, die neben unterschiedlichen Geschlechtern auch kulturelle Bedürfnisse besser berücksichtigen. Zudem bringt jeder Lebensabschnitt andere Bedürfnisse an Verhütungsmitteln mit sich. Eine breitere Palette an Verhütungsmittel-Optionen für beide Geschlechter ermöglicht daher bessere, maßgeschneiderte Lösungen.
Das Vorhaben „CONtraCEPT – Biomarker und digitale Technologien zur Bestimmung des fruchtbaren Fensters im Zyklus und ihre Anwendung zur Kontrazeption“ ist Teil der BMFTR-Fördermaßnahme „Richtlinie zur Förderung der Verhütungsmittelforschung für alle Geschlechter“. Ziel dieser Maßnahme ist die Erforschung von Ansätzen für neue Verhütungsmethoden und die Weiterentwicklung bestehender Verhütungsmittel, zum Beispiel um Nebenwirkungen zu reduzieren.
Ziel des Verbundes CONtraCEPT ist es, bestehende Zyklus-Apps und Messsysteme auf ihre Eignung zur Verhütung zu testen und neue Biomarker zu erforschen, die das fruchtbare Fenster im Zyklus präziser und einfacher bestimmen sollen. Hieraus sollen sichere, nebenwirkungsfreie und leicht anwendbare digitale Methoden für die Natürliche Familienplanung entwickelt werden.
Die Verbünde der Fördermaßnahme arbeiten bei der Wissenschaftskommunikation und Partizipation eng zusammen. So wird die Öffentlichkeit beispielsweise über Social Media und öffentliche Diskussionsrunden über die Forschungsaktivitäten informiert und interaktiv mit einbezogen.