| Förderkennzeichen: | 01KI2513C |
| Fördersumme: | 511.922 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2031 |
| Projektleitung: | Lidia Chitimia-Dobler |
| Adresse: |
Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie (ITMP) Theodor-Stern-Kai 7 60596 Frankfurt am Main |
Zecken sind von zunehmender Bedeutung als Überträger von Krankheitserregern für Mensch und Tier. Aktuell entwickelt sich eine "stille Zecken-Pandemie". Unter anderem sind die gemeldeten Erkrankungszahlen der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und die Tularämie-Fälle stark angestiegen. Gleichzeitig nimmt die Zahl der importierten invasiven Zeckenarten (u. a. Rhipicephalus spp., Hyalomma spp.) deutlich zu. Das Projekt fokussiert sich auf das pandemische Potenzial von einheimischen und eingeschleppten Zeckenarten und der durch sie übertragenen Pathogene. FSME-Naturherde, die seit 15 Jahren überwacht werden, sollen weiter monatlich beprobt werden. Dabei soll der Fokus auf der monatlichen Zeckenaktivität und der Durchseuchung mit dem FSME-Virus liegen. Weiterhin soll in Kooperation mit den Projektpartnern in einheimischen und importierten Zecken die Häufigkeit von weiteren Zeckenpathogenen (u. a. Francisellen, Borrelien, Anaplasmen, Babesien) untersucht werden. In Zusammenarbeit mit den Projektpartnern werden sero-epidemiologische Studien zur FSME-Prävalenz und zur Impfung gegen FSME durchgeführt. Zusätzlich werden in den von Projektpartnern modellierten FSME-Naturherden Zecken gesammelt und auf das FSME-Virus untersucht, um die Surveillance zu verbessern.