Teilprojekt eines Verbundes

Risikoanalyse einer potenziellen Infektion über bakteriell kontaminierte Stäube und mögliche Interventionsmaßnahmen

Förderkennzeichen: 01KI2512A
Fördersumme: 1.029.499 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2031
Projektleitung: Dr. Oliver Kaspari
Adresse: Robert Koch-Institut (RKI)
Nordufer 20
13353 Berlin

Antimikrobielle Resistenzen (AMR) sind eine globale Herausforderung. Die Viehzucht stellt ein bedeutendes Reservoir für luftgetragene AMR-Bakterien dar. Dieses Teilprojekt schließt Wissenslücken zur Übertragung von zoonotischen Erregern wie Francisella tularensis und Staphylococcus aureus zwischen Menschen, Tieren und Pflanzen und konzentriert sich dabei auf Staub als neuen Verbreitungsweg. Zu den Zielen gehören die Charakterisierung von kontaminiertem Staub aus Ferkelhaltungsbetrieben, um dessen Rolle bei der Übertragung von AMR-Bakterien und Francisella tularensis bzw. Staphylococcus aureus zu verstehen und die Umsetzung von Interventionsmaßnahmen, wie z. B. die Bewertung von Desinfektionsmethoden bei Staubbelastung. Darüber hinaus werden im Rahmen des Projekts evidenzbasierte Empfehlungen für politische Entscheidungsträger und öffentliche Gesundheitsdienste entwickelt, um wirksame Präventions- und Kontrollstrategien zu unterstützen. Dabei ist besonders wichtig, dass der Transfer der wissenschaftlichen Ergebnisse Zugang zu Meldewegen und entsprechenden Entscheidungsträgern findet.