Teilprojekt eines Verbundes

Personalisierte Umwelt-Expositionsprofile zur Identifizierung von Risikofaktoren für zoonotische Influenzainfektionen

Förderkennzeichen: 01KI2511F
Fördersumme: 161.220 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2028
Projektleitung: Dr. Erika von Schneidemesser
Adresse: Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit (RIFS) am GFZ, Transformation von Mensch-Umwelt-Interaktionen
Berliner Str. 130
14467 Potsdam

Das Verbundprojekt ONEMUC untersucht die Rolle des Atemwegsschleims (Mukus) als Barriere bei der Übertragung zoonotischer Influenza-A-Viren. Ziel ist es, die physikalischen und biologischen Eigenschaften des Mukus besser zu verstehen und deren Einfluss auf die Stabilität, Infektiosität und Übertragbarkeit von Influenzaviren zu bewerten. Damit leistet ONEMUC einen Beitrag zur Entwicklung von Strategien zur Pandemieprävention und -reaktion im Sinne des One-Health-Ansatzes, der die enge Verknüpfung von Umwelt, Tier- und menschlicher Gesundheit berücksichtigt. Der Beitrag des Research Institute for Sustainability (RIFS) am GFZ liegt in der Untersuchung der Rolle der Umweltexposition – insbesondere der Luftverschmutzung – für die Zusammensetzung und Funktion des Atemwegsschleims. Dazu werden Probandinnen und Probanden mit tragbaren Sensoren ausgestattet, die ihre persönliche Belastung durch Luftschadstoffe erfassen. Diese individuellen Expositionsprofile werden mit biologischen Daten zu Mukuseigenschaften und Immunreaktionen verknüpft. Ziel ist es, besser zu verstehen, wie Umweltfaktoren die Infektionsanfälligkeit und Übertragungsdynamik zoonotischer Viren beeinflussen. Die Ergebnisse des Projekts sollen neue Erkenntnisse für die Gesundheitsforschung und evidenzbasierte Präventionsmaßnahmen liefern.