| Förderkennzeichen: | 01KA2603B |
| Fördersumme: | 65.623 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2028 |
| Projektleitung: | Annika Stefanie Reinhold |
| Adresse: |
Zentralinstitut für Seelische Gesundheit J 5 68159 Mannheim |
Die "Deutsche Allianz für globale Gesundheitsforschung" (GLOHRA) setzt sich für den Ausbau der standort- und disziplinübergreifenden Zusammenarbeit und die wissenschaftliche Nachwuchsförderung im Bereich der Globalen Gesundheit ein. Zu diesem Zweck werden im Rahmen der GLOHRA innovative sektorübergreifende und interdisziplinäre Projekte sowie Global Health Fellowships gefördert. Das sektorübergreifende Projekt AI-YOUTH untersucht, wie junge Menschen in Deutschland, Kenia und Tansania generative künstliche Intelligenz (KI) als informelle Quelle emotionaler Unterstützung, Lebensberatung und Hilfe bei psychischen Belastungen nutzen. Im Mittelpunkt stehen reale Nutzungsmuster, Motivationen, wahrgenommene Vorteile und Risiken sowie der Einfluss von Faktoren wie Zugang zu Versorgung, Stigmatisierung, Sprache und lokalem Kontext. Das Vorhaben verbindet qualitative Interviews, digitale Tagebücher und die Analyse freiwillig geteilter KI-Interaktionen mit einer systematischen qualitativen und computergestützten Untersuchung KI-generierter Antworten. Auf dieser Grundlage wird gemeinsam mit jungen Menschen und relevanten Stakeholdern ein praxisnahes Orientierungstool für eine sicherere, ethisch reflektierte und kontextsensitive Nutzung generativer KI entwickelt. Junge Menschen wirken als Co-Forschende an der Ergebnisinterpretation, der Entwicklung von Prompt-Strategien und der Erprobung des Tools mit. Die Ergebnisse werden in wissenschaftlichen Publikationen, einem analytischen Rahmenwerk, Handlungsempfehlungen und zielgruppengerechten Informationsmaterialien aufbereitet und über Partnernetzwerke, Jugendorganisationen, Fachveranstaltungen und politische Dialoge verbreitet. Das interdisziplinäre Verbundprojekt schafft damit eine belastbare Evidenzbasis für den sicheren nicht-klinischen Einsatz generativer KI im Bereich psychischer Gesundheit und stärkt zugleich die Zusammenarbeit zwischen Forschung, Praxis und jungen Menschen in unterschiedlichen sozioökonomischen Kontexten.