Neurodegenerative Erkrankungen sind beeinträchtigende, mit dem zunehmenden Alter verbundene, unheilbare Erkrankungen, bei denen die fortgeschrittenen Stadien noch unzureichend erforscht sind. Ein besseres Verständnis der individuellen Bedürfnisse und Lebensqualitätsfaktoren ist entscheidend, um die Lebenssituation von Betroffenen, Angehörigen und Pflegenden zu verbessern.
Obwohl bekannt ist, dass Diabetes ein Risikofaktor für Demenz ist, ist bislang nur unzureichend erforscht, wie die spezifischen Mechanismen bei Störungen der Blutzuckerregulation – wie z. B. Insulinresistenz und Glukosevariabilität – mit genetischen, lebensstilbezogenen und psychosozialen Faktoren der Patientinnen und Patienten interagieren und dadurch den Krankheitsverlauf beeinflussen. Der Verbund möchte diese Wissenslücke schließen und die Erkenntnisse in personalisierte, skalierbare Interventionen übersetzen, die den Gesundheitsstatus für vielfältige Bevölkerungsgruppen verbessern, die von Demenz betroffen sind oder sein werden. Das Helmholtz-Zentrum München (01ED2601A) ist dabei insbesondere für die Harmonisierung und Analyse von Kohortendaten verantwortlich. Das Universitätsklinikum Leipzig (01ED2601B) widmet sich vor allem der Entwicklung eines statistischen Analyseplans sowie eines Prädiktionsalgorithmus.
Der Verbund NeuroSync ist Teil des transnationalen EU-Programms zur Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen (JPND).