| Förderkennzeichen: | 01KI2512D |
| Fördersumme: | 373.402 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2031 |
| Projektleitung: | Dr. Kerstin Schepanski |
| Adresse: |
Leibniz-Institut für Troposphärenforschung e.V. Permoserstr. 15 04318 Leipzig |
Staubaerosolpartikel können durch Winderosion, mechanische Bodenbearbeitung, oder durch Belüftung von Tierställen in die Atmosphäre eingetragen werden. Aufgrund ihrer Herkunft können an ihnen Krankheitserregern anhaften. Ziel dieses Teilvorhabens ist es, Erkenntnis über die luftgetragene Ausbreitung dieser Staubaerosolpartikel zu gewinnen. Dabei sollen folgende Fragestellungen adressiert werden: Mit Blick auf die unterschiedlichen Emissionsszenarien und variierenden meteorologischen Bedingungen, wie weit und in welche Richtung werden Staubpartikel durch die Luft transportiert und wo werden die Partikel abgelagert? Im Rahmen dieses Teilvorhabens sollen diese Fragestellungen anhand von numerischen Modellsimulationen beantwortet werden. Für die geplanten Arbeiten wird ein Aerosolpartikelmodell verwendet, welches den Weg der Staubaerosolpartikel durch die Atmosphäre von der Quelle, über den Transport in der Atmosphäre und damit die luftgetragene Verbreitung, bis hin zur Ablagerung in der Umwelt und damit der Entfernung der Staubpartikel aus der Atmosphäre beschreibt. Um das Modell für die im Rahmen dieses Projekts definierten Fragen anwenden zu können, sind verschiedene Modellentwicklungen und Arbeitsschritte notwendig, die im Rahmen des Teilprojekts ‚Modellsimulationen‘ am TROPOS durchgeführt werden sollen. Insbesondere wird die numerische Parametrisierung, welche den Eintrag der Aerosolpartikel in die Atmosphäre beschreibt, dahingehend weiterentwickelt, um die verschiedenen Emissionsszenarien abbilden zu können. Mit Blick auf das Verbundvorhaben liefern die Modellsimulationen wertvolle Informationen zur Ausbreitung einschließlich Richtung und Distanz in Abhängigkeit von verschiedenen Emissionsszenarien sowie meteorologischen Bedingungen und Wetterlagen. Zusammen mit der Expertise der Verbundpartner soll damit das Risiko möglicher Kontamination der Umwelt und damit das Infektionsrisiko durch Luftübertragung abgeschätzt werden.