| Förderkennzeichen: | 01KI2509C |
| Fördersumme: | 523.707 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2031 |
| Projektleitung: | Dr. Stephan Fuchs |
| Adresse: |
Robert Koch-Institut (RKI) Nordufer 20 13353 Berlin |
TropicHealth beschäftigt sich mit der Ausbreitung zoonotischer Krankheitserreger und Resistenzen gegen antimikrobielle Substanzen (AMR) durch Ausbringung organischer Dünger aus der Viehhaltung. Dabei wird untersucht, wie Erreger und Resistenzen vom Viehbestand in die Umwelt und zurück gelangen. Ein zentraler Aspekt ist die Frage, ob und wie die Resilienz von Ökosystemen diesen Kreislauf unterbrechen kann und welche Auswirkungen dies auf die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen sowie auf das gesamte Ökosystem hat. TrophicHealth untersucht diese Fragen in umfangreichen Feldstudien an unterschiedlichen Stellen der zirkulären Landwirtschaft und der Nahrungskette. Anschließend werden die Ergebnisse durch Experimente im Labormaßstab überprüft. Auf Basis der Ergebnisse werden Hypothesen zur potenziellen Ausbreitung von AMR und Krankheitserregern sowie Maßnahmen zu deren Eindämmung formuliert. Im Projekt TrophicHealth bearbeitet das Robert Koch-Institut die Teilprojekte (TP) 3 und 6. TP3 entwickelt effiziente und optimierte Methoden zur Metagenomsequenzierung von Umweltproben (z. B. Schweinegülle, Boden, Abwasser) und dient als Service-Hub für die zentrale Sequenzierung. TP6 untersucht den Einfluss von Düngemethoden – insbesondere der Ausbringung von Schweinegülle – auf die Verbreitung von Antibiotikaresistenzgenen (AMR) und zoonotischen Erregern in Umweltkompartimenten wie Boden, Pflanzen, Tieren und Abwasser. Mittels metagenomischer und bioinformatischer Analysen werden Übertragungswege und Umweltmarker identifiziert, um mikrobiologische Risiken in der Kreislaufwirtschaft besser zu bewerten. Ziel ist eine standardisierte und qualitativ hochwertige Resistom- und Pathobiom-Kartierung sowie deren Integration in Umweltmonitoring-Systeme, z. B. zur Abwasserüberwachung – im Sinne des One-Health-Ansatzes.