Teilprojekt eines Verbundes

Krisenkommunikationskonzept

Förderkennzeichen: 01KI2512E
Fördersumme: 399.115 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2031
Projektleitung: Dr. Gunnar Jeremias
Adresse: Universität Hamburg, Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung, Interdisziplinäre Forschungsgruppe zur Analyse Biologischer Risiken (INFABRI)
Bogenallee 11
20144 Hamburg

Der Verbund AiRisk adressiert bestehende Wissenslücken bezüglich der Übertragung von AMR-Bakterien und zoonotischen Krankheitserregern – wie Francisella tularensis – zwischen Mensch, Tier und Pflanze, wobei der Schwerpunkt auf Staub als neuartigem Übertragungsweg liegt. Unter Einsatz eines One-Health-Ansatzes integriert das Projekt Fachwissen aus den Bereichen öffentliche Gesundheit, Veterinärmedizin und Umweltgesundheit, um Prävention, Überwachung und Gegenmaßnahmen zu verbessern. Das Ziel des Teilprojekts "Risiko- und Krisenkommunikationsstruktur für einen One-Health-Ansatz" besteht darin, ein Konzept zu entwickeln, das die effektive Kommunikation von Risiken in Krisensituationen ermöglicht. Dazu werden relevante Interessengruppen im gesamten One-Health-Bereich identifiziert – darunter Überwachungsbehörden, Entscheidungsträger sowie die allgemeine Öffentlichkeit. Ziel ist die Etablierung eines integrierten Systems für Risiko- und Krisenkommunikation, das die interdisziplinäre Zusammenarbeit erleichtert und eine bessere Einhaltung krisenrelevanter Vorschriften durch die Bevölkerung fördert. Die Kommunikationsstruktur wird anhand hypothetischer Szenarien getestet, um ihre Anpassungsfähigkeit an reale Krisen – beispielsweise Ausbrüche arzneimittelresistenter Bakterien wie F. tularensis – zu überprüfen. Zudem wird durch die Entwicklung einer agilen Kommunikationsstrategie die Flexibilität und langfristige Nachhaltigkeit gesichert. Als zentraler Output ist ein umfassendes Handbuch zur Kommunikationsstruktur vorgesehen, das als Leitfaden für alle Akteure im One-Health-Netzwerk dient. Diese Maßnahmen stärken die kollektive Fähigkeit, auf Gesundheitskrisen zu reagieren, Risiken zu minimieren und die öffentliche Gesundheit zu schützen.