| Förderkennzeichen: | 01EW2605 |
| Fördersumme: | 359.688 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2029 |
| Projektleitung: | Dr. Enrico Schulz |
| Adresse: |
Klinikum der Universität München, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Nußbaumstr. 7 80336 München |
Das NeuroPain-Projekt entwickelt eine personalisierte Behandlung für chronische Rückenschmerzen unter Verwendung von fokussiertem Ultraschall (FUS), der durch funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) gesteuert wird. Über 20 % der Menschen weltweit leiden unter chronischen Schmerzen, aber derzeitige Behandlungsmöglichkeiten wie Medikamente oder Neurostimulationstechniken sind oft nicht gut genug, weil sie nicht präzise genug sind und nicht berücksichtigen, dass jedes Gehirn Schmerzen auf einzigartige Weise verarbeitet. Es werden 24 Patientinnen und Patienten (+4 für mögliche Ausfälle) mit chronischen Rückenschmerzen in die Studie aufgenommen. In der ersten Phase werden die Patientinnen und Patienten über einen Zeitraum von zwei Wochen 10 fMRT-Scans erhalten. Während des Scans werden sie aufgefordert, ihre aktuellen natürlichen Schmerzen in Echtzeit mit einem MRT-sicheren Gerät zu bewerten. Statistische Modelle ermitteln die spezifischen schmerzverarbeitenden Hirnregionen jedes Patienten und ein gemeinsames Ziel auf Gruppenebene, höchstwahrscheinlich die vordere Insula. In der zweiten Phase wird Theta-Burst-FUS angewendet. Es wird eine randomisierte Crossover-Studie durchgeführt, die sich in zufälliger Reihenfolge und mit zweiwöchigen Pausen und einer Stimulation einer individuell bestimmten Zielregion, einer Zielregion, die identisch für alle Studienteilnehmenden ist, sowie einer Kontrollregion als Placebokontrolle (Seitenventrikel). Vor und nach der FUS-Behandlung werden Schmerzbewertungen, fMRT-Konnektivität im Ruhezustand und pCASL-Perfusionsbildgebung verwendet, um behandlungsbedingte Veränderungen zu messen. Das Stimulationsverfahren wird doppelblind durchgeführt. Ein Erfolg könnte ermöglichen, den Opioidverbrauch zu senken, Nebenwirkungen zu reduzieren und zu einer optimalen und personalisierten Schmerzbehandlung beizutragen.