Teilprojekt eines Verbundes

Identifizierung von Risikofaktoren und Entwicklung eines Schnelltestsystems für die Wechselwirkung zwischen Viren und Mukus

Förderkennzeichen: 01KI2511E
Fördersumme: 434.619 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2031
Projektleitung: Dr. Nils Körber
Adresse: Robert Koch-Institut (RKI), Zentrum für Künstliche Intelligenz in der Public Health-Forschung (ZKI-PH)
Ludwig-Witthöft-Str. 14
15745 Wildau

Mukus dient als wichtige Abwehr gegen Atemwegserreger, allerdings ist seine spezifische Rolle beim Wirtswechsel von Viren und beim Auftreten von Pandemien noch unklar. In diesem Teilprojekt soll die Rolle der Wirtsspezies, der Umweltfaktoren und der Mukus-Zusammensetzung erforscht werden, um Risikofaktoren zu identifizieren, die mit einer erhöhten Übertragung des Virus auf den Menschen einhergehen. Dabei werden die Mukusquelle (Tier vs. Mensch) und Umweltfaktoren systematisch variiert, um mit Hilfe von Infektionsexperimenten festzustellen, welche Kombinationen eine Influenza-A-Virus-(IAV)-Infektion begünstigen oder behindern. Zur Analyse der Daten wird computergestützte Bildanalyse und Deep Learning eingesetzt, um den Infektionsverlauf in Mukus-Zell-Co-Kulturen zu verfolgen. Durch die Korrelation von Infektionsdaten mit Mukuseigenschaften und Umweltfaktoren werden kritische Determinanten des viralen Infektionspotenzials und der Wirtsspezifität ermittelt. Im Rahmen dieses Teilprojekts wird das experimentelle System darüber hinaus in eine Schnelltestplattform erweitert. Damit können Virus-Mukus-Interaktionen rasch bewertet und die Pandemievorsorge verbessert werden.