Teilprojekt eines Verbundes

Endanwenderperspektive und Praxistransfer

Förderkennzeichen: 01KI2512F
Fördersumme: 338.278 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2031
Projektleitung: Klaus-Dieter Büttgen
Adresse: Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW)
Provinzialstr. 93
53127 Bonn

Antimikrobielle Resistenzen (AMR) stellen eine ernste Bedrohung für die öffentliche Gesundheit dar, da sie die Wirksamkeit von Antibiotika verringern und damit die Behandlung von Infektionen erschweren. Die Tierhaltung ist ein wichtiges Reservoir und Quelle für AMR-Bakterien, die durch Staub über die Luft übertragen werden können und dadurch potenziell eine große räumliche Kontamination auslösen. Auch andere biologische Gefahren (z. B. Vogelgrippe, Schweinepest oder absichtlich ausgebrachte gesundheitsschädliche Stoffe) können sich durch Stäube als Träger der Pathogene ausbreiten. In AiRisk soll dieser Verbreitungsweg untersucht werden. Stäube können die Infektiosität von Erregern erhöhen und diese über weite Strecken transportieren und erhöhen somit das Potenzial für eine Pandemie. Stäube verbinden somit die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen. Zur Pandemieprävention und -reaktion ist deshalb die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Sinne des One Health-Ansatzes notwendig. Das Teilvorhaben Endanwenderperspektive und Praxistransfer stellt insbesondere den Praxistransfer sicher und bringt die Endanwenderperspektive in das Projekt ein. Das technische Arbeitsziel des Teilvorhabens ist die Evaluierung der einsatzrelevanten Aspekte im Rahmen der Ausbreitung von und Kontamination durch pathogentragende Stäube. Praktische Aspekte aus Bevölkerungsschutzperspektive werden in das Forschungsprojekt eingebracht. Zudem werden Praktiken im Katastrophen- und Zivilschutz im Rahmen des Projektes verfeinert und erweitert. Ein wesentliches hiermit verbundenes technisches Arbeitsziel ist die Ausarbeitung und Optimierung von Standardverfahrensweisen. Im Ergebnis wird die Sicherheit der Einsatzkräfte verbessert und die Effektivität sowie Effizienz der Maßnahmen werden gesteigert. Somit werden zukünftige Einsatzlagen schneller abgearbeitet und die Sicherheit für Menschen, Tiere und belebte Umwelt wird erhöht.