| Förderkennzeichen: | 01GR2504A |
| Fördersumme: | 1.315.148 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2029 |
| Projektleitung: | Dr. Petra Frank-Herrmann |
| Adresse: |
Universität Heidelberg, Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg, Frauenklinik - Gynäkologische Endokrinologie und Fertilitätsstörungen Im Neuenheimer Feld 440 69120 Heidelberg |
Die veränderte Einstellung hin zu natürlicheren, interventionsarmen Verhütungsmethoden spiegelt einen tiefgreifenden Wandel im Verständnis von Frauen über ihre Verhütungsoptionen wider. Die Anwendung hormoneller Verhütungsmittel nimmt spürbar ab, gleichzeitig steigt die Nutzung von Zyklustracking-Apps und damit assoziierten Messsystemen. Viele dieser Technologien sind wissenschaftlich nicht ausreichend validiert und können das fruchtbare Fenster nicht zuverlässig bestimmen. Das kollaborative Projekt CONtraCEPT zielt darauf ab, die Natürliche Familienplanung (NFP) zu verbessern, indem die Wirksamkeit und Benutzerfreundlichkeit digitaler Gesundheitstechnologien zur Überwachung des Menstruationszyklus erheblich optimiert wird. Im Mittelpunkt steht die Untersuchung ausgewählter, bereits auf dem Markt befindlicher Zyklus-Apps und Messsysteme. Als weiterer Schwerpunkt sollen neue Biomarker identifiziert werden, die eine präzise und einfache Bestimmung des fruchtbaren Fensters im Zyklus ermöglichen. Dabei werden diese digitalen Systeme und Biomarker mit dem objektiven fruchtbaren Fenster verglichen, das anhand des durch Ultraschall ermittelten Eisprungs festgelegt wird. So soll gezeigt werden, wie zuverlässig die Zyklus-Tracking-Tools und Biomarker das fruchtbare Fenster erfassen. Darüber hinaus werden Zyklus-Apps, die auf evidenzbasierten NFP-Methoden beruhen, auf Nutzungsfreundlichkeit und Alltagstauglichkeit geprüft. Im Rahmen von CONtraCEPT werden bestehende Kooperationen gestärkt und neue Partnerschaften gefördert, um die gemeinsame Wirkung zu maximieren und Innovationen in diesem Bereich voranzutreiben. Die erwarteten Erkenntnisse haben weitreichende Implikationen und versprechen, die Präzision und Anwendbarkeit von NFP-Methoden erheblich zu verbessern. Langfristig wird dieses Projekt zur Entwicklung zugänglicher, wissenschaftlich fundierter Heimtests für die Fruchtbarkeit beitragen, um Frauen eine nebenwirkungsfreie und effektive Familienplanung zu ermöglichen.