| Förderkennzeichen: | 01GR2504C |
| Fördersumme: | 513.891 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2029 |
| Projektleitung: | Prof. Dr. Petra Arck |
| Adresse: |
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin, Experimentelle Feto-Maternale Medizin Martinistr. 52 20251 Hamburg |
Mit CONtraCEPT wird das Konzept der nicht-hormonellen Empfängnisverhütung weiterentwickelt. Ziel ist, die Wirksamkeit und den Zugang zur Natürlichen Familienplanung (NFP) durch das präzisere Erkennen des fruchtbaren Zeitfensters zu verbessern. Dafür werden bestehende Zyklus-Apps auf ihre Genauigkeit überprüft, neue Technologien zur Zyklustage-Erfassung bewertet und neue Biomarker identifiziert. Hierfür werden Techniken wie Proteomik und Multiome-Sequenzierung eingesetzt, um Veränderungen in vaginalen und oralen Zellen im Verlauf des Zyklus zu bestimmen. Ziel ist es, Marker zu identifizieren, die den Beginn und das Ende der fruchtbaren Phase eindeutig abgrenzen. Der Beitrag am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf besteht darin, in Teilprojekt 3 zyklusabhängige transkriptomische und epigenetische Signaturen in leicht zugänglichen gewebespezifischen Zelltypen (Vaginal- und Mundschleimhautzellen) zu identifizieren, um eine zeitliche Eingrenzung des fruchtbaren Fensters zu erreichen. Diese Signaturen werden mittels der klinischen Merkmale und Daten aus Zyklus-Tracking-Apps (Teilprojekte 1, 2) validiert, durch die in Teilprojekte 4 generierten proteomischen Daten bestätigt und mit Unterstützung von Teilprojekt 5 bioinformatisch ausgewertet. Damit wird ein zentraler Beitrag zur Entwicklung verlässlicher, Biomarker-basierter Methoden geleistet, die eine präzisere, nicht-invasive Zykluskontrolle ermöglichen. CONtraCEPT setzt damit bewusst auf die steigende Nachfrage nach hormonfreien, digitalen Lösungen. Es wird erwartet, dass die Ergebnisse bestehende hochwirksame NFP-Methoden vereinfachen, neue Marker in Zyklus-Apps integriert werden können und so eine verlässliche, nebenwirkungsfreie Kontrazeption ermöglicht wird. Dies stärkt die reproduktive Autonomie von Frauen und leistet einen Beitrag zu einer nachhaltigen Weiterentwicklung der Empfängnisregelung.