| Förderkennzeichen: | 01KI2511C |
| Fördersumme: | 616.784 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2030 |
| Projektleitung: | Dr. El Sayed Mohammed Abd El-Whab |
| Adresse: |
Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie (IMVZ) Südufer 10 17493 Greifswald |
Das Verbundprojekt untersucht die Rolle des respiratorischen Schleims als artspezifische Barriere bei der Übertragung zoonotischer Influenza-A-Viren im Rahmen eines One-Health-Ansatzes. Ziel ist es, zu verstehen, wie Unterschiede in Zusammensetzung und Eigenschaften des Schleims die Anfälligkeit und Übertragbarkeit von Influenzaviren zwischen verschiedenen Wirtsarten beeinflussen. Durch die Kombination experimenteller Modelle, struktureller Analysen und bioinformatischer Auswertung sollen grundlegende Mechanismen der Virusanpassung an die Schleimbarrieren von Vögeln, Säugetieren und dem Menschen identifiziert werden. Das Projekt soll damit zum besseren Verständnis der frühen Infektionsprozesse beitragen und neue Ansätze für Prävention und Risikoabschätzung zoonotischer Influenzaviren ermöglichen. Das Teilvorhaben am FLI untersucht die Interaktion von Influenza-A-Viren mit dem respiratorischen Schleim verschiedener Tierarten, um die Mechanismen zu identifizieren, mit denen sich Viren an artspezifische Schleimbarrieren anpassen. Dabei werden virale und zelluläre Faktoren berücksichtigt, die Infektion, Replikation und Wirtsspezifität beeinflussen. Als Modelle dienen etablierte Air-Liquid-Interface-(ALI)-Kulturen aus Atemwegsepithelzellen von Säugetieren und Vögeln. Diese Systeme ermöglichen eine gezielte Analyse der Virusaufnahme, Replikation und Tropismusentwicklung. Das Teilvorhaben ist in drei Arbeitspakete gegliedert: WP1: Sammlung und Charakterisierung von Schleimproben aus verschiedenen Tierarten sowie Analyse ihrer Protein-, Glykan- und Lipidzusammensetzung. WP2: Untersuchung der Virusreplikation und Schleim-Wirt-Interaktionen in differenzierten Atemwegsepithelzellen verschiedener Spezies. WP3: Identifizierung viraler genetischer Determinanten, die Influenza-A-Viren die Überwindung sialinsäurereicher Mucinschichten und damit artspezifische Anpassung ermöglichen.