Teilprojekt eines Verbundes

AMR Assessment und Koordination

Förderkennzeichen: 01KI2509A
Fördersumme: 2.029.540 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2031
Projektleitung: Prof. Dr. Simone Sommer
Adresse: Universität Ulm, Institut für Evolutionsökologie und Naturschutzgenomik
Albert-Einstein-Allee 11
89081 Ulm

TropicHealth beschäftigt sich mit der Ausbreitung zoonotischer Krankheitserreger und Resistenzen gegen antimikrobielle Substanzen (AMR) durch Ausbringung organischer Dünger aus der Viehhaltung. Dabei wird untersucht, wie Erreger und Resistenzen vom Viehbestand in die Umwelt und zurück gelangen. Ein zentraler Aspekt ist die Frage, ob und wie die Resilienz von Ökosystemen diesen Kreislauf unterbrechen kann und welche Auswirkungen dies auf die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen sowie auf das gesamte Ökosystem hat. TrophicHealth untersucht diese Fragen in umfangreichen Feldstudien an unterschiedlichen Stellen der zirkulären Landwirtschaft und der Nahrungskette. Anschließend werden die Ergebnisse durch Experimente im Labormaßstab überprüft. Auf Basis der Ergebnisse werden Hypothesen zur potenziellen Ausbreitung von AMR und Krankheitserregern sowie Maßnahmen zu deren Eindämmung formuliert. Im Rahmen von TrophicHealth werden an der Universität Ulm die Teilprojekte (TP) 1, 2, 4, 5 und 7 bearbeitet. TP1 umfasst die Feldarbeit mit der Beprobung verschiedener Habitate/Kompartimente der zirkulären Landwirtschaft (organische Dünger, gedüngte Böden, Abwässer, Pflanzen, tierische Vektoren). TP2 koordiniert den Gesamtverbund und untersucht die Effekte der Düngung auf die Zusammensetzung und Funktion der mikrobiellen Gemeinschaften. In TP4 wird das Reservoir an nosokomialen und zoonotischen Erregern sowie möglicher antagonistischer Bakterien in den mikrobiellen Gemeinschaften erfasst. Gleichzeitig wird das Vorkommen von AMR-Genen sowie die Dynamik ihrer Ausbreitung in Labormodellen untersucht. TP5 widmet sich der Frage der AMR-Ausbreitung in einem Ökosystem im Labormaßstab. In TP7 wird die Auswirkung der intensive Landnutzung auf die natürlichen Mikrobiomfunktionen und Ausbreitung von AMR-Genen entlang der Nahrungskette beleuchtet. Die Universität Ulm hat die Verbundkoordination inne.