Teilprojekt eines Verbundes

Technische Universität München

Förderkennzeichen: 01GP2506A
Fördersumme: 366.299 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2029
Projektleitung: Prof. Marcello Ienca
Adresse: Technische Universität München, Fakultät für Medizin, Institut für Geschichte und Ethik in der Medizin
Ismaninger Str. 22
81675 München

Das Vorhaben verfolgt einen integrierten, methodisch kombinierten Ansatz zur Untersuchung und Gestaltung der ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Implikationen von NeuroAI. Zunächst wird in einer systematischen Analyse der aktuelle Forschungsstand zu KI-gestützten Neurotechnologien und neuromorphen Systemen ausgewertet. Dabei kommen Methoden der normativen Ethikanalyse, der Rechtsauslegung sowie strukturierte Literatur- und Dokumentenanalysen zum Einsatz. Auf dieser Grundlage entwickelt das Team ein Modell zentraler ethischer Spannungsfelder sowie eine Gap-Analyse bestehender regulatorischer Rahmenbedingungen. Parallel dazu arbeitet das Projekt mit einem "embedded-ethics"-Ansatz: ELSA-Forschende werden direkt in die technischen Forschungsprozesse der Verbundpartner eingebunden. In der zweiten Projektphase erfolgt ein partizipatives Vorgehen zur Governance-Entwicklung. Hierzu werden relevante Stakeholder in ko-kreative Workshops, Fokusgruppen und strukturierte Konsultationen eingebunden. Die gewonnenen theoretischen und empirischen Erkenntnisse dienen als Grundlage für die Erstellung eines harmonisierten Governance-Rahmens sowie eines praxisorientierten ethischen Toolkits. Dieses Teilprojekt (TP1) verfolgt zwei Hauptziele: 1) Es soll eine umfassende ethische und rechtliche Analyse für die Entwicklung und Anwendung neuromorpher und KI-gestützter Neurotechnologien im biomedizinischen Kontext erarbeitet werden. 2) Es sollen auf dieser Grundlage partizipativ Governance-Leitlinien und ein praktisches ethisches Toolkit entwickelt werden, um eine sozial und ethisch verantwortliche Translation und Implementierung von NeuroAI zu ermöglichen.