Teilprojekt eines Verbundes

Technische Implementierung und Klinik

Förderkennzeichen: 01GP2508B
Fördersumme: 166.048 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2029
Projektleitung: Prof. Kerstin Ritter
Adresse: Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät, Hertie Institut für klinische Hirnforschung
Otfried-Müller-Str. 27
72076 Tübingen

Ziel des Forschungsverbundes ShiftAffect ist es, zentrale ethische, gesellschaftliche und konzeptionelle Implikationen affektiver Technologien zu analysieren, insbesondere dort, wo diese Technologien affektive Zustände wie Traurigkeit, Angst oder Schmerz in medizinischen und alltagsnahen Kontexten erfassen oder beeinflussen. Der Verbund verfolgt das übergeordnete Ziel, empirisch fundierte und ethisch reflektierte Grundlagen für einen verantwortungsvollen Einsatz affektiver Technologien zu schaffen. Das Teilprojekt zielt darauf ab, die Nutzung affektiver Technologien in der psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung aus der Perspektive von Patientinnen und Patienten mit Depressionen oder Angststörungen sowie von Ärztinnen, Ärzten und Psychotherapeutinnen und -therapeuten systematisch zu untersuchen. Im Mittelpunkt steht die Analyse, wie solche Technologien therapeutische Beziehungen, klinische Entscheidungsprozesse und das subjektive Erleben affektiver Zustände beeinflussen. Ziel ist es, zentrale Themen, wiederkehrende Muster und kontextabhängige Deutungen im Umgang mit affektiven Technologien zu identifizieren und empirisch zu fundieren. Die Ergebnisse sollen belastbare Einsichten in Nutzen, Grenzen und potenzielle normative Spannungsfelder affektiver Technologien in der klinischen Praxis liefern und damit eine wesentliche Grundlage für die ethische Bewertung im Gesamtverbund sowie für die Entwicklung praxisrelevanter Handlungsempfehlungen darstellen.