| Förderkennzeichen: | 01KD2512A |
| Fördersumme: | 422.663 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2029 |
| Projektleitung: | Dr. Kristin Reiche |
| Adresse: |
Universität Leipzig, Medizinische Fakultät, Institut für Klinische Immunologie Johannisallee 30 04103 Leipzig |
Die Therapie mit chimären Antigenrezeptoren (CAR) T-Zellen ist eine neuartige und effektive Behandlung für Patientinnen und Patienten mit relapsierenden/refraktären hämatologischen Malignitäten. Langfristige und späte unerwünschte Ereignisse (UEs) werden in verschiedenen Häufigkeiten beobachtet und haben erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität (QoL) der Patienten. Zu den häufigsten UEs zählen Auswirkungen auf das Immunsystem: B-Zell-Depletion, verringerte Antikörperzahlen, schwere Infektionen/Verlust des Impfschutzes und auf das blutbildende System. Der molekulare Hintergrund sowie die Faktoren, die das Risiko für die Entwicklung langfristiger und später unerwünschter Ereignisse bestimmen, sind unzureichend verstanden, was in Patientinnen und Patienten Unsicherheit und Angst auslöst. METUSALEM zielt darauf ab, molekulare Mechanismen aufzuklären, Biomarker zu identifizieren, nichtklinische Bewertungen voranzutreiben und Risikofaktoren für langfristige Toxizitäten Immuntherapien bei Multiplem Myelom unter Verwendung von in vitro- und in silico-Modellen zu untersuchen. Am Standort Leipzig (ULEI/UKL), eines der führenden CAR-T-Zelltherapie-Zentren in Deutschland, werden Probenmaterial und klinische Daten zu späten Zeitpunkten nach anti-BCMA-CAR-T-Zelltherapie beim Multiplen Myelom erhoben und mittels Bioinformatik und maschinellem Lernen untersucht. Die im METUSALEM Konsortium erhobenen single-cell Multiomics-Daten bilden dabei die Grundlage für die bioinformatischen Analysen. Diese tragen zum besseren Verständnis der molekularen Mechanismen und Risikofaktoren für langfristige Toxizitäten bei.