| Förderkennzeichen: | 01KD2508A |
| Fördersumme: | 552.893 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2029 |
| Projektleitung: | Prof. Dr. Kathrin Thedieck |
| Adresse: |
Universität Duisburg-Essen, Research Center One Health, Abteilung "Stoffwechsel, Seneszenz und Autophagie" Hufelandstraße 55 45147 Essen |
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen, mit weltweit 2,3 Mio. Diagnosen jährlich. In Industrieländern erkrankt eine von acht Frauen im Laufe ihres Lebens. 75 % der Brustkrebsfälle sind Hormonrezeptor-positiv und werden mit einer Hormontherapie behandelt. Fortschritte in der Therapie haben die Überlebensraten verbessert und rücken deshalb die Lebensqualität nach der Erkrankung in den Fokus. Obwohl die Hormontherapie weniger toxisch als Chemotherapie ist, verursacht sie oft menopauseähnliche Symptome, Fatigue und neuropsychologische Beschwerden, die erheblich belasten und auch nach Therapie andauern können. Rückfälle sind selten, können aber über Jahrzehnte auftreten, während es keine routinemäßigen molekularen Marker zur Früherkennung gibt. BALANCE-ET untersucht langfristige Auswirkungen der Hormontherapie auf Stoffwechsel und Lebensqualität. Der BALANCE-ET Verbund wird verschiedene Komponenten wie Proteine und Hormone als prognostische Marker für Rückfallrisiken und Nebenwirkungen untersuchen, um molekulare Ursachen für Symptome und Lebensqualität zu identifizieren. Ziel ist die Vorhersage von Rückfällen, Fatigue und Depressionen lange nach der Hormontherapie. Der Stoffwechsel als Ziel für Therapien und Biomarker wird durch den Verbund für personalisierte Therapien und tertiäre Prävention genutzt, um Rückfälle frühzeitig zu erkennen, Übertherapie zu vermeiden und metabolische Therapieoptionen zu entwickeln. Über den Standort Essen wird das Konsortium und die Zusammenarbeit mit den Patientenvertreterinnen koordiniert. Außerdem werden insbesondere Proteom- und Metabolomanalysen, Messungen von Östrogen- und Medikamentenspiegeln, sowie Untersuchungen zur Rolle essentieller Aminosäuren und deren Verbindung zur Rückfallentstehung und Lebensqualität von langzeitüberlebenden Brustkrebspatientinnen durchgeführt.