| Förderkennzeichen: | 01KD2512C |
| Fördersumme: | 193.661 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2029 |
| Projektleitung: | Prof. Dr. Ingmar Glauche |
| Adresse: |
Technische Universität Dresden, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus Fetscherstr. 74 01307 Dresden |
Die Therapie mit chimären Antigenrezeptoren (CAR) T-Zellen ist eine wirksame Option für Patientinnen und Patienten mit hämatologischen Krebserkranungen, birgt aber neben akuten Nebenwirkungen auch langfristige und späte unerwünschte Ereignisse (UEs) wie B-Zell-Armut, schwere Infektionen und Verminderung der Anzahl der Zellen im Blut. Der molekulare Hintergrund dieser Toxizitäten und die zugrundeliegenden Risikofaktoren sind bislang unzureichend verstanden, vor allem bei Langzeitüberlebenden nach CAR-T-Zelltherapie. METUSALEM hat das Ziel, zugrundeliegende molekulare Mechanismen abzuklären, Biomarker zu identifizieren und die Vorhersage und Bewertung langfristiger Toxizitäten von CAR-T-Zelltherapien bei Multiplem Myelom zu ermöglichen. Dazu werden immune-related adverse outcome pathways etabliert und longitudinale Multiomics-Daten aus einer einzigartigen Patientenkohorte (n > 500) analysiert. Parallel werden klinische Routinedaten und Follow-up-Informationen genutzt, um Risikofaktoren zu bestimmen und prädiktive, mathematische Modelle zu erstellen. Die identifizierten Biomarker und prädiktiven Modelle sollen in klinische Entscheidungsalgorithmen integriert werden, die langfristige UEs erkennen und minimieren. Im Rahmen des METUSALEM-Projektes entwickelt der Standort Dresden computergestützte Modelle und analysiert Patientenproben, um zu verstehen, wie verschiedene Blut und B-Zell Populationen bei einer CAR-T-Therapie zusammenwirken und wann dadurch langfristige Nebenwirkungen wie anhaltende Zytopenien oder B-Zell Depletion auftreten können. Über das CAR-T-Zentrum am Medizincampus Chemnitz wird der Zugang zu weiteren Patienten und Patientenmaterial ermöglicht, um damit die Validität der Untersuchungen zu erhöhen und die Patientenperspektive bei die CAR-T-Zelltherapie besser zu berücksichtigen.