Teilprojekt eines Verbundes

Standort: Coburg

Förderkennzeichen: Krebsforschung
Fördersumme: 266.002 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2029
Projektleitung: Prof. Dr. Stefan Kalkhof
Adresse: Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg
Friedrich-Streib-Str. 2
96450 Coburg

Die Therapie mit chimären Antigenrezeptoren (CAR) T-Zellen ist eine neuartige und effektive Behandlung für Patientinnen und Patienten mit relapsierenden/refraktären hämatologischen Malignitäten. Langfristige und späte unerwünschte Ereignisse (UEs) werden in verschiedenen Häufigkeiten beobachtet und haben erhebliche Auswirkungen auf die Lebensqualität (QoL) der Patientinnen und Patienten. Zu den häufigsten UEs zählen Auswirkungen auf das Immunsystem: B-Zell-Depletion, Hypogammaglobulinämie (verringerte Antikörperzahlen), schwere Infektionen/Verlust des Impfschutzes und auf das blutbildende System: Zytopenien (verringerte Blutzellzahlen). Der molekulare Hintergrund sowie die Faktoren, die das Risiko für die Entwicklung langfristiger und später unerwünschter Ereignisse bestimmen, sind unzureichend verstanden, was in Patientinnen und Patienten Unsicherheit und Angst auslöst. METUSALEM zielt darauf ab, molekulare Mechanismen aufzuklären, Biomarker zu identifizieren, nichtklinische Bewertungen voranzutreiben und Risikofaktoren für langfristige Toxizitäten von anti-BCMA CAR-T-Zelltherapien bei Multiplem Myelom (MM) unter Verwendung räumlich aufgelöster (Einzelzell-)Multiomics, in vitro- und in silico-Modelle zu untersuchen. Am Standort Coburg werden Blutproben von etwa 200 Patientinnen und Patienten, die mit CAR T-Zellen gegen ein Multiples Myelom behandelt wurden untersucht, um Veränderungen bestimmter Proteine im Verlauf der Behandlung zu erkennen. Diese Messungen werden mit weiteren Gewebe- und Labordaten verknüpft, um frühe Anzeichen für mögliche Langzeitnebenwirkungen wie z. B. Blutbildveränderungen oder schwere Infektionen zu identifizieren. Der Partner DLH bringt Patientenperspektiven ein, um das Forschungsvorhaben im Interesse der Patientinnen und Patienten anzuleiten und die Sicht der Patienten in eine Überarbeitung und Aktualisierung der Studienunterlagen.