Teilprojekt eines Verbundes

Prävalenz und Tenazität von pathogenen und antibiotikaresistenten Escherichia coli auf Getreidepflanzen und deren Verteilung in unterschiedlichen Mahlfraktionen

Förderkennzeichen: 01KI2603B
Fördersumme: 218.815 EUR
Förderzeitraum: 2026 - 2029
Projektleitung: Dr. Jan Kabisch
Adresse: Max Rubner-Institut Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, Institut für Mikrobiologie und Biotechnologie
Hermann-Weigmann-Str. 1
24103 Kiel

Das Verbundprojekt PERMA untersucht das Vorkommen und die Persistenz von pathogenen und antibiotikaresistenten E. coli bei Getreide und Mehl. Hierfür werden die Getreidepflanzen von der Saat bis zur Ernte in unterschiedlichen Wachstumsphasen über zwei Vegetationsperioden untersucht. Beide Versuchsgüter bieten den Vorteil, dass sie sich nicht nur aufgrund der geographischen Lage und den klimatischen Bedingungen, sondern auch in der Größe der Milchviehherden, der angebauten Feldfrüchte (Futtergetreide/Getreide), dem Ausbringen von organischen Düngern (Gülle) und bei der Umzäunung und somit dem Durchgang bzw. des Besatzes von Wildtieren unterscheiden. Die Modellbetriebe bieten damit sehr gute Voraussetzungen zur Aufklärung möglicher Kontaminationen der Getreidepflanzen insbesondere in Hinblick auf die Unterschiedlichkeit der Standorte und somit bei der Identifizierung von möglichen Risikofaktoren. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Beprobung der Getreidepflanzen nach außergewöhnlichen Wetterereignissen sein, da insbesondere Starkregen eine Besiedlung beeinflussen bzw. fördern kann. Neben den Untersuchungen der Feldfrüchte soll die Übertragung von Kontaminationen während des Mahlprozesses und die Tenazität von Bakterien während des Prozesses untersucht werden. Hierfür werden Belastungstests mit Surrogaten in einer experimentellen Mühle durchgeführt. Ziel ist, eine mögliche Anreicherung von Bakterien in den einzelnen Mahlfraktionen zu überprüfen. Die Mahlfraktionen bieten anschließend die Möglichkeit weitere Tenazitätsstudien insbesondere von pathogenen und antibiotikaresistenten E. coli, die im Laufe des Projekts isoliert werden, durchzuführen und Überlebensraten zu ermitteln.