| Förderkennzeichen: | 01KI2603C |
| Fördersumme: | 241.335 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2029 |
| Projektleitung: | Dr. Christian Berens |
| Adresse: |
Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Institut für molekulare Pathogenese Naumburger Str. 96 a 07743 Jena |
Shigatoxin-bildende Escherichia coli (STEC) zählen zu den wichtigsten lebensmittelassoziierten Erregern und stellen ein großes Gesundheitsrisiko für den Menschen dar. STEC kolonisieren natürlicherweise (Wild-)Wiederkäuer, werden aber immer häufiger in Mehl und Mehlprodukten in Deutschland nachgewiesen. In den USA, Kanada und Frankreich kam es schon zu Ausbrüchen durch kontaminierte Mehlprodukte mit Komplikationen und Todesfällen. Die Herkunft dieser Kontaminationen ist derzeit vollkommen unbekannt. Die fäkale Kontamination von Lebensmitteln tierischer oder pflanzlicher Herkunft ist vielfach als Quelle humaner STEC-Infektionen bestätigt worden. Für Mehlprodukte vermuten wir, dass der Erreger indirekt über Rindergülle oder Umweltkontamination (Wildtierkot) bei Getreideanbau und -ernte in die Lebensmittelkette gelangt, da eine Kontamination auf Mühlenebene unwahrscheinlich erscheint. Es werden daher STEC oder antibiotikaresistente Stämme entlang der gesamten Mehlproduktionskette (Rinder, Gülle, Getreidefeld, Ernte, Lagerung, Mühle) isoliert und phylogenetisch, genomisch sowie physiologisch charakterisiert. Es werden genetische und metabolische Eigenschaften der isolierten neuartigen, Mehl-assoziierten Stämme bestimmt und mit denen von Isolaten aus Rindern, Wildtieren, Lebensmitteln und Menschen hinsichtlich Virulenz- und Resistenzgenen sowie Umweltstabilität und Marker für Persistenz verglichen.