| Förderkennzeichen: | 01EJ2501C |
| Fördersumme: | 569.461 EUR |
| Förderzeitraum: | 2026 - 2027 |
| Projektleitung: | Prof. Dr. Dominic Grün |
| Adresse: |
Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Medizinische Fakultät, Institut für Systemimmunologie, Lehrstuhl für Systemimmunologie II Versbacher Str. 9 97078 Würzburg |
Fibrotische Veränderungen können in jedem Organ in Folge von wiederholten entzündlichen Reaktionen auftreten, zerstören den zellulären Aufbau des Organs und resultieren im Verlust der Organfunktion. Fibrotische Erkrankungen sind für ca. 45% aller Todesfälle in den Industrienationen verantwortlich und stellen somit ein großes Problem im Gesundheitswesen dar. Bis heute existieren keine Therapieoptionen für fibrotische Erkrankungen der meisten Organsysteme. Das CureFib-Konsortium hat in der ersten Förderphase hochauflösende, multimodale, raumzeitliche Karten der Fibroseprozesse in Niere und Knochenmark erstellt. Diese liefern erstmals tiefgreifende Einblicke in die Krankheitsmechanismen und ermöglichen die Identifikation potenzieller neuer Therapieziele. In der zweiten Förderphase sollen diese Daten in Richtung klinischer Anwendung weiterentwickelt werden. Ziel ist es, hochdurchsatzbasierte CRISPR-Screening-Experimente zur Validierung neuer Zielstrukturen durchzuführen, geeignete bereits verfügbare Wirkstoffe für eine schnelle klinische Erprobung zu identifizieren und mithilfe fortgeschrittener Künstlicher Intelligenz (KI)-Methoden neue Wirkstoffe zu entwickeln, die anschließend experimentell im Labor überprüft werden. An der Universität Würzburg werden spezifisch Zielgene untersucht, die auf Basis der in der ersten Förderperiode generierten Mausdaten eine kausale Rolle in der Fibrose-Entstehung spielen. Diese Gene sollen systematisch in humanen Zellen durch genetische Manipulation ausgeschaltet werden, um die Wirkung im Prozess der Fibrose-Entstehung zu untersuchen. Im nächsten Schritt werden mit Hilfe von KI vorhandene pharmakologische Interventionen vorhergesagt, die diese Gene regulieren können. Diese Interventionen werden schließlich an humanen Zellen in Kultur und im Mausmodell der Leberfibrose getestet, und dienen als Basis für neuartige klinische Therapieansätze.