Teilprojekt eines Verbundes

Quantifizierung AhR-abhängiger Inflammation und wichtiger Einflussfaktoren bei chronischer Nierenerkrankung (CKD) und Multipler Sklerose (MS)

Förderkennzeichen: 01EJ2502A
Fördersumme: 798.876 EUR
Förderzeitraum: 2025 - 2027
Projektleitung: Dr. Nicola Wilck
Adresse: Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Charité Mitte, Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Nephrologie und internistische Intensivmedizin
Charitéplatz 1
10117 Berlin

Entzündungsbedingte Organschäden sind ein wesentlicher Pathomechanismus bei chronischen Krankheiten wie der chronischen Nierenerkrankung (CKD) und der Multiplen Sklerose (MS). Der Aryl-Hydrocarbon-Rezeptor (AhR), ein ligandenaktivierter Transkriptionsfaktor, der Umwelt-, Ernährungs- und mikrobielle Signale integriert, spielt eine zentrale Rolle bei der (Dys-)Regulierung des Immunsystems bei diesen Krankheiten. CKD und MS stellen in Bezug auf die Häufigkeit von AhR-Liganden entgegengesetzte Extreme dar und bieten somit einen einzigartigen Rahmen für die Untersuchung von AhR-vermittelten Immunmechanismen. In der ersten Förderperiode hat TAhRget erfolgreich mechanistische Grundlagen geschaffen, um zu verstehen, wie AhR-Liganden die Immunantwort regulieren. Dadurch wurde die Grundlage für therapeutische Ansätze durch Verknüpfung von Ernährung, Mikrobiota und AhR geschaffen. In der zweiten Förderperiode wird TAhRget diese Erkenntnisse mit einem starken translationalen Fokus erweitern. Das Projekt wird 1) das Verständnis der identifizierten Mechanismen und ihres therapeutischen Potenzials erweitern, 2) die Beeinflussbarkeit der AhR durch gezielte Interventionen untersuchen und 3) die Evidenz für diätetische Interventionen zur Regulierung der AhR stärken, um personalisierte Krankheitsmanagementstrategien für Patienten mit CKD und MS zu ermöglichen. Die Charité - Universitätsmedizin Berlin übernimmt das übergeordnete Projekt- und Datenmanagement, die Quantifizierung der AhR-abhängigen Immunität bei menschlicher CKD, die Charakterisierung zellulärer AhR-spezifischer Signalwege in Darm und Gehirn bei MS sowie die in vivo-Magnetresonanzspektroskopie (MRSI) in verschiedenen Mausmodellen der MS.