Teilprojekt eines Verbundes

AhR-abhängige Mechanismen an Grenzstrukturen zwischen Zentralnervensystem und Peripherie sowie in Gliazellen

Förderkennzeichen: 01EJ2502C
Fördersumme: 285.382 EUR
Förderzeitraum: 2025 - 2027
Projektleitung: Prof. Dr. Veit Rothhammer
Adresse: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Universitätsklinikum, Lehrstuhl für Neurologie
Maximiliansplatz 2
91054 Erlangen

Entzündungsbedingte Organschäden sind ein wesentlicher Pathomechanismus bei chronischen Krankheiten wie der chronischen Nierenerkrankung (CKD) und der Multiplen Sklerose (MS). Der Aryl-Hydrocarbon-Rezeptor (AhR), ein ligandenaktivierter Transkriptionsfaktor, der Umwelt-, Ernährungs- und mikrobielle Signale integriert, spielt eine zentrale Rolle bei der (Dys-)Regulierung des Immunsystems bei diesen Krankheiten. CKD und MS stellen in Bezug auf die Häufigkeit von AhR-Liganden entgegengesetzte Extreme dar und bieten somit einen einzigartigen Rahmen für die Untersuchung von AhR-vermittelten Immunmechanismen. In der ersten Förderperiode hat TAhRget erfolgreich mechanistische Grundlagen geschaffen, um zu verstehen, wie AhR-Liganden die Immunantwort regulieren. Dadurch wurde die Grundlage für therapeutische Ansätze durch Verknüpfung von Ernährung, Mikrobiota und AhR geschaffen. In der zweiten Förderperiode wird TAhRget diese Erkenntnisse mit einem starken translationalen Fokus erweitern. Das Projekt wird 1) das Verständnis der identifizierten Mechanismen und ihres therapeutischen Potenzials erweitern, 2) die Beeinflussbarkeit der AhR durch gezielte Interventionen untersuchen und 3) die Evidenz für diätetische Interventionen zur Regulierung der AhR stärken, um personalisierte Krankheitsmanagementstrategien für Patientinnen und Patienten mit CKD und MS zu ermöglichen. Der Projektteil des Universitätsklinikums Erlangen zielt auf eine detaillierte Charakterisierung AhR-abhängiger immunmetabolischer Signalwege in Astrozyten, deren Effekte auf Neuronen und Oligodendrozyten sowie den Einfluss patienteneigener peripherer und zentraler AhR-Liganden auf iPS-abgeleitete Astrozyten unter Anwendung modernster metabolischer Analysen.