Das Verbundprojekt HABITRACK beschäftigt sich mit der Verbesserung von Prognosen. Es verfolgt das Ziel, integrierte Daten und innovative Raum-Zeit-Modelle für sogenannte vektorübertragene Krankheiten zu entwickeln. Mit einem Fokus auf dem Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus (FSME-Virus) und dem bakteriellen Borreliose-Erreger soll zunächst eine Modellstudie für die Vorbereitung auf zeckenübertragene Krankheiten etabliert werden. Im Gegensatz zu traditionellen Methoden ist geplant, dabei Drohnenbilder zu nutzen, um Habitate, die mit erhöhter Wahrscheinlichkeit Infektionsherde beherbergen, zu identifizieren bzw. vorherzusagen und so die Prognose von Infektionen zu unterstützen. Zusätzlich sollen mithilfe einer serologischen Studie in einer Modellregion die Qualität vorhandener Prävalenzdaten verbessert und Dunkelziffern aufgedeckt werden. Anschließend sollen Vorhersagen über FSMEV- und Borrelien-Mikroherde in Feldstudien validiert werden. Zur Prognose zukünftigen Infektionsgeschehens ist vorgesehen, deterministische Modelle zu entwickeln, die in der Lage sind, sowohl die zuvor gewonnenen Daten als auch verfügbare Wetterprognosen zu integrieren.
Die im Rahmen des Projekts durch die Integration von mathematischer Modellierung, Echtzeit-Datensammlung und interdisziplinärer Expertise gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen werden sich in Zukunft als flexible Plattform nutzen lassen, um die Ausbreitung von Krankheiten überwachen, vorhersagen und kontrollieren zu können.