| Förderkennzeichen: | 01GP2507B |
| Fördersumme: | 210.392 EUR |
| Förderzeitraum: | 2025 - 2028 |
| Projektleitung: | Prof. Dr. Ralf Müller-Terpitz |
| Adresse: |
Universität Mannheim, Institut für Deutsches, Europäisches und Internationales Medizinrecht, Gesundheitsrecht und Bioethik Schlossgartenstr. 68161 Mannheim |
Das Verbundprojekt SEEM ist ein Vorhaben der Universitäten Heidelberg und Mannheim. Die Universität Mannheim trägt zu dem Verbundprojekt in Form des Teilprojekts (TP) 3 bei, welches die rechtswissenschaftlichen Fragestellungen untersucht. Humane stammzellbasierte Embryomodelle (hSCBEMs) sind einer der vielversprechendsten neuen Forschungsansätze in den modernen Lebenswissenschaften. Er verspricht neue Erkenntnisse sowohl über die Embryonalentwicklung als auch Fortschritte im Bereich der Fortpflanzungsmedizin und des Gewebe- bzw. Organersatzes. Angesichts des restriktiven Embryonen- und Stammzellschutzes in Deutschland bergen gerade die rechtlichen Aspekte von hSCBEMs große Herausforderungen. Insoweit fraglich ist, wie sich hSCBEMs in den bestehenden gesetzlichen und verfassungsrechtlichen Rahmen einfügen und welche Probleme hieraus erwachsen. Hierbei gilt es für das Verständnis und die Bewertung von hSCBEMs zentrale Fragen zu klären: Haben diese das Potenzial, sich zu Menschen zu entwickeln? Und wenn ja, ist es möglich und zulässig, ihr Entwicklungspotenzial zu manipulieren oder zu beschränken? Welche Rechtsgrundlagen gelten in Bezug auf hSCBEMs und bestehen insoweit Regelungslücken oder unangemessene Forschungshemmnisse? Und wie werden aus rechtsvergleichender Sicht hSCBEMs in anderen Ländern (z. B. Großbritannien und Israel) behandelt? Insgesamt soll das Projekt aus rechtswissenschaftlicher Sicht konkrete Empfehlungen hinsichtlich der Terminologie, Verwendung und Regulierung von hSCBEMs erarbeiten. Adressaten dieser Empfehlungen sind in erster Linie der Gesetzgeber, die Wissenschaft und Forschungseinrichtungen. Aber auch die Öffentlichkeit soll in den Diskurs über die rechtliche Behandlung von Embryomodellen eingebunden werden.