| Förderkennzeichen: | 01GP2507A |
| Fördersumme: | 398.458 EUR |
| Förderzeitraum: | 2025 - 2028 |
| Projektleitung: | Prof. Dr. Thorsten Moos |
| Adresse: |
Universität Heidelberg, Theologische Fakultät, Theologisches Seminar, Systematische Theologie Kisselgasse 1 69117 Heidelberg |
Das interdisziplinäre Forschungsprojekt SEEM dient der Analyse der ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekte (ELSA) humaner stammzellbasierter Embryomodelle (hSCBEMs). Erstmals 2023 erzeugt und über mehrere Tage im Labor kultiviert, ähneln hSCBEMs dem menschlichen Embryo "in utero" in seinen frühen Stadien. Ihre Erforschung verspricht neue Erkenntnisse über die Embryonalentwicklung wie auch Fortschritte in der Reproduktionsmedizin sowie im Gewebe- und Organersatz. Die Debatte darüber, wie diese neuen Entitäten angemessen bezeichnet, verantwortungsvoll eingesetzt und rechtlich geregelt werden sollten, hat international gerade erst begonnen. In Deutschland mit seiner restriktiven Politik zur Embryonen- und Stammzellforschung dürfte sie besonders herausfordernd werden. SEEM adressiert die konzeptionellen, praktischen und normativen Fragen der hSCBEM-Forschung und ihrer potenziellen Anwendungen in Deutschland im Vergleich zu Großbritannien und Israel, wo Pioniere im Feld verortet sind. Es bringt Bioethik, Sozial- und Rechtswissenschaften mit Entwicklungs- und Stammzellbiologie zu einem in neuer Weise erweiterten ELSA-Ansatz zusammen, um 1) empirisches Wissen über Forschungspraktiken, normative Konzepte und öffentliche Wahrnehmungen zu generieren; 2) dieses aus ELSA-Perspektiven zu analysieren und 3) zu Empfehlungen für Politik, Wissenschaft und Wissenschaftsjournalismus zu gelangen.