Lange fanden Frauen in der Medizin zu wenig Beachtung – ein Umstand, den das Bundesforschungsministerium ändern will. Mit der zweitägigen Fachtagung „Mind the Gap“ im November 2026 setzt das BMFTR neue Impulse für eine geschlechtersensible Medizin.
„Mind the Gap“: Die vom Bundesforschungsministerium ausgerichtete Fachtagung in Berlin rückt die geschlechtersensible Medizin in den Fokus
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Obwohl Frauen die Hälfte der Bevölkerung stellen, dominierten Männer viele Jahre die Medizin. Sie arbeiteten als Ärzte und Wissenschaftler, nahmen als Probanden an wissenschaftlichen Studien teil, und auch im Labor wurde vor allem mit männlichen Versuchstieren und Zellkulturen geforscht. Frauen waren lange nahezu unsichtbar in der Erforschung von Krankheiten. Dadurch entstand eine systematische Wissens- und Informationslücke in der geschlechtssensiblen Erforschung von Krankheiten und der Erfassung und Nutzung medizinischer Daten – meist zum Nachteil von Frauen, fachsprachlich auch „Gender Data Gap“ genannt.
Geschlecht muss als fester Bestandteil der medizinischen Forschung in Diagnose-, Therapie- und Präventionsansätzen berücksichtigt werden. Dabei profitieren Patienten aller Geschlechter von der für sie bestmöglichen Behandlung. Die Stärkung der geschlechtersensiblen Medizin treibt das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit vielfältigen Förderprogrammen voran – und im November 2026 mit der Ausrichtung einer wissenschaftlichen Fachtagung unter dem Motto „Mind the Gap: Geschlechtersensible Medizin im Fokus“.
Die Veranstaltung wird am 24. und 25. November in Berlin stattfinden und von Bundesforschungsministerin Dorothee Bär eröffnet. Das Symposium richtet sich an klinisch Forschende, die sich mit dem Themenfeld der geschlechtersensiblen Medizin auseinandersetzen und sich zu Herangehensweisen und Herausforderungen austauschen möchten. Neben Fachvorträgen und Workshops bietet das Symposium Gelegenheit für Begegnungen, Austausch und Vernetzung innerhalb der Community. Zum Auftakt der Veranstaltung ehrt Bundesforschungsministerin Dorothee Bär herausragende Forschende in den frühen wissenschaftlichen Karrierephasen mit einem Nachwuchspreis für geschlechtersensible Medizin.
Eine Anmeldung zum Symposium ist bis zum 06.11.2026 möglich.
Ausführliche Informationen zu Programm, Teilnahmemöglichkeiten und dem vom BMFTR ausgeschriebenen Preis finden sich auf diesen Seiten:
„Mind the Gap“: Fachportal des Symposiums
Programm
Anmeldung
Nachwuchspreis für geschlechtersensible Medizin